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Mittwoch, 31. Dezember 2008

Mondsichel bei Venus

2 sec., f/2.8, ASA 200

In den letzten Tagen konnte man eine Mond-/Planetenversammlung am abendlichen Südwesthimmel beobachten (Himmelskarte). Die schmale Mondsichel fand sich bei den Planeten Jupiter, Merkur und Venus ein. Eine ähnliche Konstellation gab es bereits Anfang Dezember schon einmal.


1/20 sec., f/4, ASA 100

Ich war gestern Aband bei Sonnenuntergang von 16:00 bis 17:00 Uhr "auf dem Feld", um ein paar Aufnahmen zu gewinnen. Leider konnte ich nur die helle Venus und die Mondsichel einfangen, aber bei -6°C und klarem Himmel konnte ich wenigstens die schönen Farben des Himmels genießen (s. Foto oben). Merkur war an meinem Standpunkt weder fotografisch, noch visuell im Dunst in Horizontnähe auszumachen.

Heute, an Silvester, war ich noch kurz mit meinem Sigma 70-200/2.8 unterwegs, da der Mond direkt neben der Venus stand. Beide Aufnahmen (ganz oben und unten) sind dabei entstanden. Leider waren schon Raketen unterwegs, die die Luft etwas rauchig machten.

2 sec., f/2.8, ASA 200

Und wer die bewegendsten Bilder aus Nachrichten und Sport aus 2008 nochmal Revue passieren lassen möchte, kann das besonders gut hier tun!
Wenn das nicht eine tolle Art ist, das Jahr zu beenden. Mit diesen Fotos wünsche ich allen meinen Lesern einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2009!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Ich hab mir einen geleistet - einen Gorillapod



Ich bin schon mehrfach drüber gestolpert, auch schon vor längerem, war aber immer der Meinung, dass ich sowas nicht bräuchte. Vor Weihnachten habe ich dann in einem großen, großen Elektronikgeschäft wieder mal einen gesehen. Der Preis führte allerdings dazu, das ich in dem Geschäft fast lang hingeschlagen wäre! Die wollten doch 79,90 € für die SLR-Zoom-Version haben. Das hat in mir den schlafenden Geist geweckt und ich habe mir vorgenommen, im Internet einen günstigeren zu finden. Schließlich bin ich bei Amazon fündig geworden, dort gab es einen SLR-Zoom für 38 €. Als ich den dann erstmal gefunden hatte, war der Weg bis in den Warenkorb nicht mehr weit...


Gorillapods gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Farben, erstens das "Original" für kleine Kompaktkameras, zweitens die "SLR"-Version für digitale Spiegelreflexkameras und Videokameras und drittens die "SLR-Zoom"-Version, die vom Hersteller auch für die Benutzung von DSLR´s mit größeren Zoomobjektiven empfohlen wird. Viertens existiert noch eine "Focus"-Version, die noch größer und stabiler ist (bis zu 5 kg).

Das Prinzip ist klar: Es handelt sich letztlich um ein Stativ mit drei Beinen, die allerdings beweglich sind. Sie bestehen aus Kugelgelenken, die sich gegeneinander bis zu 360° bewegen lassen und dadurch die unmöglichsten Formen und Positionen ergeben können. Dadurch lässt sich das schmucke Teil beinahe Überall wie ein "Äffchen" fixieren. Gummierte Füße sorgen für einen sicheren Stand. Hier gibt es eine Galerie mit möglichen Einsatzgebieten.




Ich habe mich nun für die Zoom-Version entschieden, damit ich sie universell einsetzen kann, auch mit größeren Objektiven. Laut Hersteller soll sie mit bis zu drei Kilogramm belastbar sein ohne die Form zu verändern. Eine mitgeliefete Adapterschraube ermöglicht die Montage von standardmäßigen ¼-Zoll Kameras oder 3/8-Zoll Stativköpfen. Man kann also auch seinen Stativkopf am Gorillapod anbringen.

Meine ersten Erfahrungen sind insgesamt recht positiv. Manchmal gestaltet es sich noch etwas schwierig, das "Äffchen" hier und da zu fixieren, aber die Lernkurve ist noch steigend. Ein Problem zeigte sich jedoch bei der Anwendung: Der Gorillapod schwingt nach Berührungen relativ lange nach. Wenn man das jedoch weiß, lässt sich damit umgehen. Alles in allem sind die Gorillapods eine pfiffige Lösung und durchaus praxistauglich. Insbesondere die geringe Größe und das geringe Gewicht machen es zu einem idealen Begleiter, vor allem als Ergänzung zu einem größeren Stativ.

Hier und hier gibt es noch weitere Einsatzberichte über "Gorilla-Pods". Ein tolles Foto mit Kamera und Gorillapod außen an einem Autospiegel angebracht (etwas verrückt muss man schon sein).


Einsatz für das Blitzlicht



Zu Hause habe ich dann noch eine gute Idee gehabt: Der Gorillapod kann nicht nur als Stativ für die Kamera dienen, sondern auch für ein externes Blitzgerät! Wie bei Strobist.com erklärt wird, stehen Blitze normalerweise auf Stativen (okay, ´ganz normalerweise´sitzen sie huckepack auf der Kamera). Mit "Super Clamps" lassen sich Blitze allerdings auch an fast allen Orten befestigen, an denen ein Stativ nicht einsetzbar ist. So eine "Superklemme" habe ich jetzt auch in Form meines Gorillapods! An Weihnachten habe ich damit mein Wohnzimmer ausgeleuchtet, aber dazu später mehr!

Montag, 29. Dezember 2008

DIY - Wir basteln uns einen Snoot


So, guten Tag. Nun gehe ich auch unter die Bastler! Nach wochenlangem Lesen, Lernen und Mitfiebern beim Strobist-Blog habe ich mir nun vorgenommen, selber aktiv zu werden und mir einen Snoot zu basteln. „Was um Himmels Willen ist ein Snoot?“, wird sich der Eine oder Andere jetzt fragen.

Ein Snoot ist ein Hilfsmittel in der Blitzlichtfotografie, das zur Lichtführung dient. Man kann damit das Licht eines Blitzgerätes gezielt auf eine Stelle im Bild lenken bzw. bündeln, ohne dass das Licht im Bild zu weit gestreut wird.

Man kann Snoots z.B. gut als eine Art Spot einsetzen, um Haarlichter bei Portraitfotos zu setzen, oder eben einfach, um Personen oder Gegenstände mittels eines Lichtstrahls hervorzuheben. Hier findet ihr nähere Erläuterungen zum Thema Lichtführung (Snoots, Grids, GoBo´s).


Selbstverständlich gibt es Snoots als Aufsätze für externe Blitzgeräte zu kaufen, z.B. hier, aber das wird natürlich teurer als unsere DIY-Version.

Rezept für einen DIY-Snoot

- Dauer ca. 20-30 Minuten, je nach Euren individuellen manuellen Fähigkeiten :-)

- Kosten ca. 5 Euro (je nachdem, was man noch alles zu Hause rumliegen hat)

Man nehme:

- Schwarzes Fotopapier (alternativ sind natürlich alle Pappen, Papiere, Kartons oder schwarzes Moosgummi verwendbar. Insbesondere Spaghetti-, Chips- und Cornflakes-Verpackungen sollen auch gut geeignet sein)
- durchsichtiges oder schwarzes Klebeband
- ein Blitzgerät
- ein rotes Blatt Papier
- ein weißes Blatt Papier
- Tesa-Film, Schere, Kleber
- eine Tasse guter Kaffee


Zunächst nimmt man das Blitzgerät, biegt das Papier etwas zurecht und passt es dem Blitzkopf an. Es sollte ruhig recht eng sitzen, damit es später im Einsatz nicht herunterfällt. Man beachte auch, dass die Blitzköpfe vorne etwas schmaler sind als weiter hinten. Wenn es angepasst ist, nimmt man eine Schere, oder wie ich eine Papierschneidemaschine (ja, sowas gibt es wirklich) und schneidet das Papier in die gewünschte Größe. Hier muss man wissen: Je länger der Snoot, desto gerichteter das Licht. Ich habe mich erstmal zum Ausprobieren für 20 cm Länge entschieden.



Jetzt kommt ein zurecht geschnittenes weißes Blatt Papier auf die Innenseite des Snoots und wird mit Klebestift festgeklebt. Wer möchte, kann die Innenseite mit durchsichtigem Klebeband abdichten (s.u.), aber aufpassen: Die Klebeflächen frei lassen!


Das schwarze Papier wird im Anschluss mit einem Streifen Tesafilm zusammengeklebt, die weiße Seite natürlich nach innen. Wie es bei den guten Sachen von Canon so üblich ist, muss natürlich noch ein roter Streifen um die Vorderseite des Snoots :-) Den habe ich am Rand von einem roten Blatt Papier abgeschnitten. Sieht doch schon ganz gut aus!


Leider ist das Papier natürlich relativ weich und anfällig für Feuchtigkeit etc. Deswegen kommt nun eine Schicht durchsichtiges Klebeband um das Papier, immer leicht versetzt, damit auch wirklich alles dicht ist. Am Ende lässt man auf beiden Seiten das Klebeband überstehen, schneidet die Ecken ein und drückt es um die Kante herum, damit auch der Innenteil und die Kanten gesichert ist. Dann gibt es später keine Beschädigungen am Papier, wenn der Snoot auf das Blitzgerät aufgesetzt wird (s. Foto). Das Klebeband hält das Papier außerdem gut in seiner Form.


So sieht er aus, der fertige Snoot:



Statt eines Snoots kann man sich auch einen "Grid" basteln. Grids bündeln das Licht noch besser, aber dafür kommt es zu einer deutlicheren Lichtabschwächung. Außerdem ist das Verkleben von vielen, kleinen Strohhalmteilchen vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer es insgesamt etwas professioneller und trotzdem günstig haben möchte, kann sich mal dieses Klettbandsystem von Thomas Schwenger ansehen.


Hier ist der Snoot nochmal in Aktion, ausgelöst über einen Elinchrom Skyport. Man kann schön sehen, dass das Licht gezielt aus dem Tubus austritt und nicht so sehr gestreut wird. Noch ein Tipp: Wenn man mit einem Snoot fotografiert, sollte man die "Brennweite" am Blitz auch in den Telebereich stellen, dann geht weniger Licht verloren!


So, viel Spass beim Ausprobieren! Ich würde mich über ein positives Feedback freuen, falls jemand "meinen" Snoot nachbaut! DIY ist übrigens die englischsprachige Abkürzung für „Do It Yourself“, falls das jemand noch nicht wusste.
Related Links:
Hier wird drüber diskutiert!
Eine DIY-Seite mit 10 Tipps!
Noch eine DIY-Seite!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Kreativ geblitzt!


Am 29.11. wurde mein Sohn ein Jahr alt (links im Bild) und wie es sich gehört, wurde der erste Geburtstag mit Freunden und Familie gefeiert. Kinder, wie die Zeit vergeht! Als Geschenk gab es ein "Bällebad", ein kleines mit Stoff bezogenes Gestell, in das man viele kleine bunte Bälle wirft, mit denen die Kinder dann spielen. Ihr kennt das bestimmt aus Möbelgeschäften.
Um im Bild zu verdeutlichen, wie viel Spass die Kinder in diesem Bällebad hatten und wie actionreich sie herum tobten, habe ich beim Fotografieren eine spezielle Blitztechnik angewandt:
Ich habe die Belichtungszeit auf 1 Sekunde gestellt, also relativ lang. Dann habe ich den Auslöser betätigt, einen Sekundenbruchteil gewartet und im Anschluss - noch während der Sekunde Belichtungszeit - die Kamera um etwa 90° gedreht, um die Verwischungen am Rand zu erreichen.
Man würde nun erwarten, dass das Bild unscharf wird. Da ich aber das aufgesetzte Blitzgerät benutzt habe, erreiche ich, dass der Blitz das Motiv (d.h. die beiden Jungs) einfriert. Danach, wenn ich die Kamera drehe, nimmt der Chip das Umgebungslicht auf und man sieht hinterher die schönen Farbstreifen, die Bewegung symbolisieren sollen! Ist nicht jedermanns Sache, aber man bekommt schöne und bunte Effekte!

Dienstag, 18. November 2008

Buchrezension Nr. 1: "Heute schon geblitzt?"


Diese Buchrezension ist auch als Gastartikel auf http://kwerfeldein.de/ erschienen. Hier ist der Direktlink.

Heute schon geblitzt?

Autor: Dirk Wächter mit Unterstützung von Canon
2. überarbeitete Auflage August 2008
DFORUM-Verlag 2008
Hardcover, 160 Seiten
340 farbige Abbildungen und Grafiken
Preis: 24,90 €


Einleitung
„Heute schon geblitzt?“. So lautet der Titel des im August 2008 in der 2. Auflage neu erschienenen Buches von Dirk Wächter, bekannt als erfolgreicher Webmaster des
DForums im Internet. Den Titel als Frage zu formulieren ist sicherlich eine tolle Idee. Sogleich fragen sich viele interessierte Fotografen von Euch, ob und wie sie eigentlich in der Praxis blitzen – und müssen dann erstaunt feststellen, dass das Thema Blitzen eigentlich für viele ein rotes Tuch ist. Aber Glück gehabt: Euch kann mit diesem Buch geholfen werden. Das Buch richtet sich meines Erachtens vor allem an Anfänger bzw. Fortgeschrittene. Der „Profi“ unter euch mag sich beim Lesen möglicherweise etwas unterfordert fühlen.

Wächter schreibt selber in seinem Buch, dass das Thema Blitzen „oft falsch eingeschätzt, oberflächlich beschrieben und negativ bewertet wird“. So, oder ähnlich dachte ich vor dem Lesen dieses Buches auch. Um diese Missstände zu beseitigen, soll das vorliegende Buch dienen. Ihr als Leser sollt nach der Lektüre nicht nur fotografische Grundlagen gelernt oder wiederholt haben, nein, ihr sollt zusätzlich wichtige Punkte in Bezug auf die Blitzlichtfotografie beherrschen lernen und erkennen, dass mit der Verwendung von Blitzlicht euer Horizont in der Fotografie deutlich erweitert werden kann und ihr noch mehr Spaß beim „Abdrücken“ haben könnt.

Inhalt
Also los: Was steht nun drin, im Buch? Im ersten Kapitel werden, wie oben schon erwähnt, die fotografischen Grundlagen dargestellt: Was sind eigentlich Licht, Brennweite, Blende und Schärfe? Wie macht man eine Belichtungsreihe und den korrekten Weißabgleich? Anschließend folgen die wichtigsten Grundlagen zur Blitzlichtfotografie mit Canon-Kameras. Ihr wisst nicht, was die Begriffe Schlitzverschluss, Blitzsynchronzeit, Verschlussvorhang, Highspeedsynchronisation und E-TTL bedeuten? Dann mal auf zum Lesen – hier findet ihr die Antworten!

Im Weiteren werden die einzelnen Canon-Systemblitzgeräte (wer meint, dass hier auch ein wenig Werbung für Canon dahinter steckt, mag nicht ganz falsch liegen), aber auch Zubehör anderer Hersteller vorgestellt, wie Vorsätze, Softboxen, Reflektoren u.a.
Jetzt geht es aber ans Eingemachte! Endlich Fotopraxis! In den weiterführenden Kapiteln könnt ihr euch endlich von der Vielfalt der kreativen Möglichkeiten der Blitzlichtfotografie begeistern lassen. Es werden die Besonderheiten des Blitzens in den verschiedenen Automatik- und manuellen Modi näher erklärt und anhand von vielen mitreißenden Bildern der Bildautorencrew authentisch verdeutlicht. Schwierige Fälle, wie Mischlichtsituationen, Sportfotografie mit Blitz und Fotografieren mit Blitz in der Dunkelheit werden hier genauestens erörtert, wie auch das Blitzen in der Natur- oder Konzertfotografie.


Zum Schluss runden noch zwei Kapitel das Buch ab. Das vorletzte Kapitel ist dem Blitzen mit mehreren Geräten (Master-Slave-Modus) gewidmet und ganz am Ende werdet ihr noch auf die Situationen hingewiesen, bei denen ihr den Blitz dann doch lieber sicher eingepackt in der Fototasche lasst.

Zur Übersicht noch einmal das Inhaltsverzeichnis:

  • Fotografische Grundlagen
  • EOS-spezifische Grundlagen
  • Blitzmethoden
  • Blitzgeräte
  • Blitzen in verschiedenen Programmen
  • Kreatives Blitzen in der Fotopraxis
  • Blitzen mit mehreren Geräten
  • Es muss nicht immer Blitz sein

Aufbau und Layout

Das Buch liegt gut in der Hand. Die Kapitel sind sinnvoll angeordnet und bauen letztendlich aufeinander auf. Die Texte sind passend gegliedert, nicht langatmig und flüssig zu lesen. Es gibt viele Grafiken und Tabellen zur Verdeutlichung, kleine Hinweisfelder am Rand, die Wichtiges hervorheben und über das gesamte Buch verteilt finden sich viele ausgezeichnete Fotos mit allen wichtigen Aufnahmedaten, die euch - genau wie mir – sofort Lust machen werden, Kamera und Blitzgerät in die Hand zu nehmen und das neue Wissen in die Praxis umzusetzen.


Pluspunkte

Insgesamt eine gelungenes Buch zur Blitzlichtfotografie, dass keine Fragen offen lässt und mit vielen Punkten überzeugt. Es ist meiner Meinung nach sein Geld wert. Pluspunkte: Stabiles Hardcover, ansprechendes Layout, viele tolle Fotos und Grafiken sowie Tipps und Tricks für die Alltagspraxis. Zusammenhänge werden verständlich erklärt. Kann sowohl zur interessanten Lektüre, als auch zum regelmäßigen Nachschlagen dienen.

Minuspunkt

Einziger Nachteil: Das Buch bezieht sich in vielen Punkten auf die Arbeitsweise der Kameras und Systemblitzgeräte von Canon. Produkte andere Hersteller werden im Buch nur ausnahmsweise erwähnt. Wenn Ihr also beispielsweise mit dem Nikon-, Olympus-, Pentax- oder Sony-System oder anderen arbeitet, sind viele Passagen für Euch einfach nicht zu gebrauchen. Dennoch lässt sich selbst dann noch vieles Neues zur Blitzlichtfotografie lernen.

Zusammenfassung

Ich persönlich habe viele neue Erkenntnisse beim Lesen gewonnen. Ich sehe das Thema Blitzlicht nicht mehr nur als Anhängsel, sondern ich weiß jetzt, dass ich meine kreativen Fähigkeiten dank des Blitzens enorm erweitern kann. Ich weiß, dass ich mit einem Blitz überaus kreativ sein kann und dadurch merklich bessere Bilder machen kann. Und zu guter letzt stelle ich fest, dass mir das Ganze auch noch extrem viel Spaß macht! Ich kann die Eingangsfrage also positiv beantworten: Heute schon geblitzt? Ja!

Dienstag, 21. Oktober 2008

Making of "Herbstshooting"

Am vergangen Wochenende wollte ich gerne mein Blitz-Equipment ausprobieren. Da meine bestellten Elinchrom Skyports noch nicht vor Ort sind, konnte ich "nur" den 580 EX II als Mastergerät und den EX 430 II als Slave mit Durchlichtschirm einsetzen. Weil ich am Abend fotografieren wollte, um die tief stehende Sonne als zweite Lichtquelle zu nutzen, habe ich den 580er nur als Slaveauslöser verwendet, ohne dass er selber mit geblitzt hat. Damit konnte ich nur mit dem weichen Licht von 45°-links und der schon erwähnten Sonne arbeiten.

Der 430er wurde mit dem Manfrotto-Schirmneiger auf ein Stativ gesetzt und mein weißer Durchlichtschirm in die Halterung eingespannt. Der Neiger wurde so eingestellt, dass er etwa in die Mitte des Schirms zeigte, um diesen möglichst gut auszuleuchten.


Meine "Assistentin" nahm nun das zu fotografierende "Objekt", das 10-Monate Baby und platzierte es so zwischen dem bunten Herbstlaub, dass die Sonne von hinten rechts kam, somit einen schönen Lichtschein auf den Kopf warf und die Blätter auf dem Boden im Hintergrund anleuchtete. Dann wurde der Schirm links von der Kamera platziert und per ETTL fotografiert (s. Skizze).




Nach dem Ausselektieren der unscharfen Bilder (warum mache ich ständig unscharfe Fotos?) blieben am Ende eine Handvoll Fotos übrig.


Mein erstes wirkliches Shooting mit Blitz war für mich ein Erfolg! Es hat mir Spaß gemacht und es sind Bilder entstanden, die m. E. einen schöne Mischlichtstimmung haben. Leider kommt die Master-Slave-Funktion im Freien an ihre Grenzen, da der 430er ständig nicht ausgelöst hat. Ich hatte eigentlich vor, die Bilder mit dem Canon 70-200/4 NON IS zu fotografieren, was mir aber aufgrund mangelnder Slave-Auslösung aus einigen Metern nicht gelang. Deswegen musste das Canon 50/1.8 I herhalten. Hoffentlich funktionieren die Skyports über längere Entfernung!