
2 sec., f/2.8, ASA 200Und wer die bewegendsten Bilder aus Nachrichten und Sport aus 2008 nochmal Revue passieren lassen möchte, kann das besonders gut hier tun!

2 sec., f/2.8, ASA 200

Einsatz für das Blitzlicht


Rezept für einen DIY-Snoot
- Dauer ca. 20-30 Minuten, je nach Euren individuellen manuellen Fähigkeiten :-)
- Kosten ca. 5 Euro (je nachdem, was man noch alles zu Hause rumliegen hat)
Man nehme:
- Schwarzes Fotopapier (alternativ sind natürlich alle Pappen, Papiere, Kartons oder schwarzes Moosgummi verwendbar. Insbesondere Spaghetti-, Chips- und Cornflakes-Verpackungen sollen auch gut geeignet sein)
- durchsichtiges oder schwarzes Klebeband
- ein Blitzgerät
- ein rotes Blatt Papier
- ein weißes Blatt Papier
- Tesa-Film, Schere, Kleber
- eine Tasse guter Kaffee


Jetzt kommt ein zurecht geschnittenes weißes Blatt Papier auf die Innenseite des Snoots und wird mit Klebestift festgeklebt. Wer möchte, kann die Innenseite mit durchsichtigem Klebeband abdichten (s.u.), aber aufpassen: Die Klebeflächen frei lassen!
Das schwarze Papier wird im Anschluss mit einem Streifen Tesafilm zusammengeklebt, die weiße Seite natürlich nach innen. Wie es bei den guten Sachen von Canon so üblich ist, muss natürlich noch ein roter Streifen um die Vorderseite des Snoots :-) Den habe ich am Rand von einem roten Blatt Papier abgeschnitten. Sieht doch schon ganz gut aus!



Statt eines Snoots kann man sich auch einen "Grid" basteln. Grids bündeln das Licht noch besser, aber dafür kommt es zu einer deutlicheren Lichtabschwächung. Außerdem ist das Verkleben von vielen, kleinen Strohhalmteilchen vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer es insgesamt etwas professioneller und trotzdem günstig haben möchte, kann sich mal dieses Klettbandsystem von Thomas Schwenger ansehen.
Hier ist der Snoot nochmal in Aktion, ausgelöst über einen Elinchrom Skyport. Man kann schön sehen, dass das Licht gezielt aus dem Tubus austritt und nicht so sehr gestreut wird. Noch ein Tipp: Wenn man mit einem Snoot fotografiert, sollte man die "Brennweite" am Blitz auch in den Telebereich stellen, dann geht weniger Licht verloren!


Einleitung
„Heute schon geblitzt?“. So lautet der Titel des im August 2008 in der 2. Auflage neu erschienenen Buches von Dirk Wächter, bekannt als erfolgreicher Webmaster des DForums im Internet. Den Titel als Frage zu formulieren ist sicherlich eine tolle Idee. Sogleich fragen sich viele interessierte Fotografen von Euch, ob und wie sie eigentlich in der Praxis blitzen – und müssen dann erstaunt feststellen, dass das Thema Blitzen eigentlich für viele ein rotes Tuch ist. Aber Glück gehabt: Euch kann mit diesem Buch geholfen werden. Das Buch richtet sich meines Erachtens vor allem an Anfänger bzw. Fortgeschrittene. Der „Profi“ unter euch mag sich beim Lesen möglicherweise etwas unterfordert fühlen.
Wächter schreibt selber in seinem Buch, dass das Thema Blitzen „oft falsch eingeschätzt, oberflächlich beschrieben und negativ bewertet wird“. So, oder ähnlich dachte ich vor dem Lesen dieses Buches auch. Um diese Missstände zu beseitigen, soll das vorliegende Buch dienen. Ihr als Leser sollt nach der Lektüre nicht nur fotografische Grundlagen gelernt oder wiederholt haben, nein, ihr sollt zusätzlich wichtige Punkte in Bezug auf die Blitzlichtfotografie beherrschen lernen und erkennen, dass mit der Verwendung von Blitzlicht euer Horizont in der Fotografie deutlich erweitert werden kann und ihr noch mehr Spaß beim „Abdrücken“ haben könnt.
Inhalt
Also los: Was steht nun drin, im Buch? Im ersten Kapitel werden, wie oben schon erwähnt, die fotografischen Grundlagen dargestellt: Was sind eigentlich Licht, Brennweite, Blende und Schärfe? Wie macht man eine Belichtungsreihe und den korrekten Weißabgleich? Anschließend folgen die wichtigsten Grundlagen zur Blitzlichtfotografie mit Canon-Kameras. Ihr wisst nicht, was die Begriffe Schlitzverschluss, Blitzsynchronzeit, Verschlussvorhang, Highspeedsynchronisation und E-TTL bedeuten? Dann mal auf zum Lesen – hier findet ihr die Antworten!
Im Weiteren werden die einzelnen Canon-Systemblitzgeräte (wer meint, dass hier auch ein wenig Werbung für Canon dahinter steckt, mag nicht ganz falsch liegen), aber auch Zubehör anderer Hersteller vorgestellt, wie Vorsätze, Softboxen, Reflektoren u.a.
Jetzt geht es aber ans Eingemachte! Endlich Fotopraxis! In den weiterführenden Kapiteln könnt ihr euch endlich von der Vielfalt der kreativen Möglichkeiten der Blitzlichtfotografie begeistern lassen. Es werden die Besonderheiten des Blitzens in den verschiedenen Automatik- und manuellen Modi näher erklärt und anhand von vielen mitreißenden Bildern der Bildautorencrew authentisch verdeutlicht. Schwierige Fälle, wie Mischlichtsituationen, Sportfotografie mit Blitz und Fotografieren mit Blitz in der Dunkelheit werden hier genauestens erörtert, wie auch das Blitzen in der Natur- oder Konzertfotografie.
Zum Schluss runden noch zwei Kapitel das Buch ab. Das vorletzte Kapitel ist dem Blitzen mit mehreren Geräten (Master-Slave-Modus) gewidmet und ganz am Ende werdet ihr noch auf die Situationen hingewiesen, bei denen ihr den Blitz dann doch lieber sicher eingepackt in der Fototasche lasst.
Zur Übersicht noch einmal das Inhaltsverzeichnis:
Aufbau und Layout
Das Buch liegt gut in der Hand. Die Kapitel sind sinnvoll angeordnet und bauen letztendlich aufeinander auf. Die Texte sind passend gegliedert, nicht langatmig und flüssig zu lesen. Es gibt viele Grafiken und Tabellen zur Verdeutlichung, kleine Hinweisfelder am Rand, die Wichtiges hervorheben und über das gesamte Buch verteilt finden sich viele ausgezeichnete Fotos mit allen wichtigen Aufnahmedaten, die euch - genau wie mir – sofort Lust machen werden, Kamera und Blitzgerät in die Hand zu nehmen und das neue Wissen in die Praxis umzusetzen.
Pluspunkte
Insgesamt eine gelungenes Buch zur Blitzlichtfotografie, dass keine Fragen offen lässt und mit vielen Punkten überzeugt. Es ist meiner Meinung nach sein Geld wert. Pluspunkte: Stabiles Hardcover, ansprechendes Layout, viele tolle Fotos und Grafiken sowie Tipps und Tricks für die Alltagspraxis. Zusammenhänge werden verständlich erklärt. Kann sowohl zur interessanten Lektüre, als auch zum regelmäßigen Nachschlagen dienen.
Minuspunkt
Einziger Nachteil: Das Buch bezieht sich in vielen Punkten auf die Arbeitsweise der Kameras und Systemblitzgeräte von Canon. Produkte andere Hersteller werden im Buch nur ausnahmsweise erwähnt. Wenn Ihr also beispielsweise mit dem Nikon-, Olympus-, Pentax- oder Sony-System oder anderen arbeitet, sind viele Passagen für Euch einfach nicht zu gebrauchen. Dennoch lässt sich selbst dann noch vieles Neues zur Blitzlichtfotografie lernen.
Zusammenfassung
Ich persönlich habe viele neue Erkenntnisse beim Lesen gewonnen. Ich sehe das Thema Blitzlicht nicht mehr nur als Anhängsel, sondern ich weiß jetzt, dass ich meine kreativen Fähigkeiten dank des Blitzens enorm erweitern kann. Ich weiß, dass ich mit einem Blitz überaus kreativ sein kann und dadurch merklich bessere Bilder machen kann. Und zu guter letzt stelle ich fest, dass mir das Ganze auch noch extrem viel Spaß macht! Ich kann die Eingangsfrage also positiv beantworten: Heute schon geblitzt? Ja!
Am vergangen Wochenende wollte ich gerne mein Blitz-Equipment ausprobieren. Da meine bestellten Elinchrom Skyports noch nicht vor Ort sind, konnte ich "nur" den 580 EX II als Mastergerät und den EX 430 II als Slave mit Durchlichtschirm einsetzen. Weil ich am Abend fotografieren wollte, um die tief stehende Sonne als zweite Lichtquelle zu nutzen, habe ich den 580er nur als Slaveauslöser verwendet, ohne dass er selber mit geblitzt hat. Damit konnte ich nur mit dem weichen Licht von 45°-links und der schon erwähnten Sonne arbeiten.