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Donnerstag, 19. November 2009

Drei einfache Licht-Setups!

Irgendwann gehen viele Fotografen enthusiastisch den Schritt vom "On-camera-flash" zum entfesselten Blitzen. Viele nutzen dann zunächst die ETTL-Funktion der Kamera bzw. der Blitze und erleben eine enorme Erweiterung ihres Horizontes. Aber viele gehen noch etwas weiter und kaufen sich dann Funkauslöser für ihre Kompaktblitze um auch manuell blitzen zu können, was Vorteile aber auch Nachteile bieten kann. Hier gibt es übrigens eine Übersicht über die gängigsten Funkauslöser.

Die meisten von Euch besitzen dann zunächst ein Set aus einem oder zwei Funkauslösern, mit denen es zu arbeiten gilt.

Deswegen möchte ich heute mal drei Lichtsetups vorstellen, mit denen jeder mit ein bzw. zwei Blitzen (egal ob ETTL oder manuell) tolle Ergebnisse erzielen kann.

1. Das "Ein-Blitz"-Setup.
Das einfachste aller Setups: Ein einziger Blitz wird auf das Model gerichtet. In der Regel befindet sich der Blitz z.B. auf einem Stativ, kann aber auch in der Hand gehalten werden. Im 45°-Winkel zu der betreffenden Person ergeben sich sehr gute Ergebnisse. Man sollte zusätzlich darauf achten, dass der Blitz etwas erhöht gegenüber dem Gesicht des Models steht, damit das Licht zumindets etwas von oben kommt - das wirkt natürlicher (dem normalen Licht nachempfunden, dass wir gewöhnt sind) und macht schönere Schatten. Je nach Lichtmodellierung (nackter Blitz, Schirm, Softbox, Snoot...) lassen sich unterschiedliche Lichtcharakteristika erzeugen.

Das ganze ist einfach, geht schnell und ist gerade für den Anfänger eine tolle Sache! Nicht viel falsch zu machen :-) Übrigens: je nachdem, wie weit der Hintergrund entfernt ist, wird er unterschiedlich stark von dem Licht mit angeleuchtet und wird so unterschiedlich hell/dunkel.

Man kann zusätzlich - insbesondere, wenn man outdoor fotografiert - auch das vorhandene Licht zusätzlich noch mit einbeziehen, aber da sind wir schon fast beim zweiten Setup.


2. Die "Lichtzange"

Meiner Meinung nach eine ganz tolle Idee für ein Lichtsetup. Man verwendet wie im 1. Setup einen Blitz als Hauptlichtquelle zur Ausleuchtung des Gesichts und einen zusätzlichen Blitz auf der anderen, gegenüberliegenden Seite des Models - also in der Regel von schräg hinten. Damit kann man den Kopf des Models schön beleuchten und ein nettes Streiflicht in den Haaren, im Gesicht oder auch an den Körperrändern erzeugen, und das Model etwas vor dem Hintergrund freistellen.




3. Der "Schmetterling"

Ein weiteres Lichtsetup ist ebenso einfach wie genial: Man nimmt wieder einen Blitz und richtet ihn auf das Model aus. Gerade, wenn das Licht von direkt oberhalb des Gesichts kommt, ergeben sich gute Ergebnisse. Als "zweite Lichtquelle" wählt man aber nun keinen weiteren Blitz sondern einen Reflektor, den man z.B. direkt außerhalb des Bildfeldes unterhalb des Models platziert. Dieser mildert die Schatten des Blitzes ab und es ergibt sich ein toll ausgeleuchtetes Foto insbesondere von Gesichtern.


Natürlich kann man die Lichtsetups auch noch miteinander komnbinieren. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Donnerstag, 24. September 2009

Strobist´s "Lighting 101" auf deutsch: Hier!

Nicht ganz ohne Stolz kann ich sagen, dass die deutsche Übersetzung von David Hobbys Anleitung zum entfesselten Blitzen "Lighting 101" fertig ist. Warum ich darauf stolz bin? Weil ich selber mit einem großen Teil an der Erstellung der Übersetzung beteiligt war.

An dieser Stelle sei noch einmal auf Strobist.com hingewiesen, DIE Webseite zum Thema entfesseltes Blitzen, die mit viel Mühe und Zeitaufwand von David Hobby erstellt wurde und die natürlich nicht nur die englische Originalversion von "Lighting 101" bietet, sondern zusätzlich hunderttausend Informationen zum Thema Fotografie mit "Off-Camera-Flash", viele Tipps und Tricks, Videos etc. Ich habe selber soviel dort gelernt und meine Kenntnisse verbessert, dass es mir ein wichtiges Anliegen war, an der Übersetzung mitzuarbeiten.

Hier gibt es nun also "Lighting 101" auf deutsch.

Und hier geht es zu dem Post auf Strobist.com, in dem die deutsche Version veröffentlicht wurde.

Viel Spaß damit und allzeit gutes Licht!

Freitag, 30. Januar 2009

Übersicht Funkauslöser für Kompaktblitze

Hier findet Ihr eine Übersicht über die heutzutage gebräuchlichen Funkauslöser für Kompaktblitzgeräte zum entfesselten Blitzen mit den jeweiligen Links zum Hersteller, weiteren Informationen sowie diversen Links zu Erfahrungsberichten usw.




Selbstverständlich weiß ich nicht alles zu dem Thema, insbesondere besitze ich selber auch nur die Elinchrom Syports (mit denen ich übrigens sehr zufrieden bin). Wenn es Hinweise, aktuelle Links, Änderungen oder Verbesserungen gibt, die ich hier einbauen kann, so freue ich mich über jede Email bzw. jeden Kommentar.

Ich übernehme keine Garantie für Preise, Infos etc. Ich habe mir alle Informationen aus dem Internet in mühseliger Arbeit zusammen gesucht und dieser Post erhebt sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Stand: 25.05.2010













10. Yongnuo RF-602




Kostenvergleich
(jeweils 1 Sender und 1 Empfänger):

1. Pocked Wizards Plus II: ca. 500,00 €



2. Elinchrom Skyports: 149,90 €


3. Cactus Trigger: 32,95 €


4. Sambesi Funkauslöser GY880A: 59,90 €


5. Flashwaves: ca. 180-200 €


6. Radio Popper: ca. 360 €


7. Alien Bee Cybersyncs: ca. 100 €


8. ProFoto Air Sync: ca. 250€


9. Bowens Pulsar: ca. 250 €



10. Yongnuo RF-602: 39€






Wissenswertes über die Geräte:

1. Pocked Wizards Plus II


PocketWizards sind extrem zuverlässig. Sie sind der "Goldstandard" im Profibereich. Sie lösen bis zu Entfernungen von 500m Sichtlinie aus. Bei teilweise verdecktem Auslösen reicht es immer noch für ca. 100m. Kommen wegen des hohen Preises für viele Nutzer nicht in Frage. Ein Nachteil ist die Größe, an die sich man sich allerdings nach Aussagen der meisten Benutzer schnell gewöhnt. Auf strobist.com gibt es viel Infos über Pocket Wizards, unter anderem dieses Video-Tutorial. Hier ein deutscher Erfahrungsbericht. Betrieben werden sie mit AA-Batterien oder Akkus und etwa 60 Stunden Lebensdauer. Hier gibt es die Anleitung in deutsch. Spezifikationen: 4 Kanäle, Synch-Speed: 1/250 – 1/1000s, 12 Bilder/s, Gewicht: ca.130g, Befestigung mit Blitzfuß.




Achtung: 2009 wurden von der Firma Pocket Wizard neue Auslöser heraus gebracht, die TTL-fähig sind und somit ohne Sichtkontakt und z.B. mit Highspeedsynchronisation auslösen können, die "FlexTT5" und die "MiniTT1". Mehr dazu hier und hier. Die Geräte sind für Canon seit März und für Nikon seit dem 2. Quartal 2009 zu haben.




2. Elinchrom Skyports




Elinchrom Skyport sind preislich durchaus interessanter. Sie bieten eine kompakte Form und sind sehr leicht. Weiterhin sind sie sehr zuverlässig. Insbesondere im Nahbereich bis 50m lösen sie genau so zuverlässig aus wie Pocket Wizards. Die Kanäle sind über kleine Schalter gut einstellbar, die Auslösung einzelner Gruppen ist möglich. Nachteil: Die Akkus in den Empfängern können nicht selber gewechselt werden, es wird ein Einsenden zum Fachhändler notwendig. Bei den Skyports ist es so, dass man rechtzeitig vor einem Job daran denken muss die Skyports aufzuladen. Der Sender enthält eine Batterie, die man nachkaufen kann. Man benötigt als Zubehör noch einen Blitzfußadapter, der allerdings nur etwas um 15-20€ kostet. Spezifikationen: 8 Kanäle in 4 Gruppen, Synch-Speed: 1/250 – 1/500s, 30 Stunden Laufzeit des Akkus, Befestigung über Blitzfuß, bewegliche Antenne.


19.05.2010: Elinchrom bringt eine neue Version der Skyports mit einem neuen Design und neuer Elektronik heraus. Es soll eine bessere Funktion und Kompatibilität erreicht werden. Verbesserungen: Stabilere Schalter, LED-Anzeige für Akkustand, verbesserte SYNC-Zeiten, verbesserter Hot-Shoe mit Schraube.





3. Cactus Trigger




Der große Vorteil der Cactus Trigger ist der Preis. Günstiger kann man wohl seinen entfesselten Blitz heutzutage nicht auslösen. Die Reichweite und die Zuverlässigkeit bei der Auslösung lassen allerdings wohl auch zu wünschen übrig (von der Entfernung zwischen Sender und Empfänger abhängig). Die Qualität ist weit entfernt vom Standard der Kamera-Hersteller. Sind am ehesten zum Einstieg in das Thema geeignet, wenn man noch nicht so viel Geld am Anfang ausgeben möchte. Nachteil ist, dass man die Dinger entweder direkt in den USA oder aus Honkong bestellen muss (z.B. bei Ebay). Da kommen unter Umständen erhöhte Portokosten und verlängerte Lieferzeiten auf den Käufer zu. Vorsicht: Vor dem Kauf darauf achten, dass die Blitzgeräte auch kompatibel sind. Mit einer Zusatzantenne kann man übrigens die Reichweite erhöhen. Hier gibt es alles über die Cactus Trigger. Die aktuelle Version heißt übrigens "V2s", aber vorsicht: die vorherige Version hieß "V2" und funktioniert nicht mit allen Kompaktblitzen! Spezifikationen: 4 Kanäle, Synch-Speed: 1/250 – 1/600s , Gewicht 78g.

Es gibt im Internet eine ganze Reihe von "billigen" Funkauslösern, so daß diese an anderer Stelle schon mit dem Sammelbegriff "Ebay-Trigger" bezeichnet wurden. Hier wäre z.B. der Yongnuo ctr-301 zu nennen. Da es sich hierbei um ähnliche bzw. baugleiche Geräte handelt, die auch einen ähnlichen Preis haben, gehe ich an dieser Stelle nicht näher darauf ein.





4. Sambesi Funkauslöser GY880A



Diese Funkauslöser sehen in meinen Augen den Cactus Triggern verdächtig ähnlich, so dass ich darauf tippen würde, dass der Hersteller identisch ist. Auf der Homepage des Vertreibers befindet sich ein Hinweis, dass die Geräte nicht mit Canon Speedlights kompatibel sind, also ein eindeutiger Nachteil für Canon-User. Die Reichweite soll laut diverser Meinungen nicht sehr hoch sein (wohl bei ca. 10 Metern) und die Verarbeitung ist ähnlich schwach, weiterhin sollen sie störanfällig sein. Man sollte wohl lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben.







5. Flashwaves Wireless Sync Kit











Die Reichweite beträgt etwa 50-60m. Von der Verarbeitung sollen sie aus Plastik, aber ausreichend sein, so dass sie sehr klein und leicht sind. Betrieben werden sie mit zwei kleinen AAA-Batterien. Hier werden noch mehr Infos zu den Flashwaves geboten. Weiterhin findet ihr hier bzw. hier zusätzliche Informationen.






6. Radio Popper



Die Radiopopper P1 sind kleine Funkauslöser, die TTL-fähig sind, so dass alle TTL-Funktionen inklusive High-Speed-Synchronisation über Funk an den entfesselten Blitz weiter geleitet werden. Weiterhin gibt es noch die Radio Popper in der JrX-Version, die rein manuelle Blitzauslöser darstellen und nicht TTL-fähig sind. Untereinander sind die Empfänger und Sender aber kompatibel. Im Internet gibt es eine Webseite der Radiopopper, die über das System viele Informationen bietet, insbesondere diverse PDF´s, Videos und einen aktuellen Blog. In dem Blog "Pixsylated" gibt es diverse Posts zum Thema Radio Popper.









7. Alien Bee Cybersyncs


Der Preis: Günstig. Es werden hier auch wie bei anderen Geräten zwei AA-Batterien verwendet. Über Zuverlässigkeit liest man im Internet in Foren unterschiedliches, normalerweise lösen sie aber zuverlässig aus. Die Verarbeitung soll recht billig sein. Die Empfänger haben leider keinen "Aus"-Schalter. Sie gehen nach 1h ohne Nutzung alleine aus - und in der Tasche schnell wieder an wenn etwas gegen den Taster drückt, so ein Erfahrungsbericht. Hier sind viele Informationen über die Cybersyncs in einer Flickr-Diskussionsgruppe. Spezifikationen: 16 Kanäle.



8. Profoto Air Sync



Sie sind relativ neu auf dem Markt und erst seit Oktober 2008 lieferbar. Daher findet man noch nicht viele Informationen darüber. Die Reichweite beträgt laut Hersteller bis zu 300m. Sie wurden für Studioanlagen entwickelt und können diese, aber eben auch Kompaktblitze auslösen, wobei hier noch ein Synchro-Anschlußkabel benötigt wird. Die Energieversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien/Akkus. Hier ist ein PDF vom Hersteller mit allem Wichtigen. Spezifikationen: 8 Kanäle in 6 Gruppen, Betriebsdauer 500 Std. mit neuen Batterien, Synch-Speed: 1/250 – 1/1000s, Gewicht: 70g mit Batterien.



9. Bowens Pulsar Radio Trigger


Wenn man Blitze auslösen möchte, ist dieses System dafür geeignet. Jedes Pulsar Gerät ist wahlweise mit Sender oder Empfänger ausgerüstet und kann Signale bis 100m senden oder empfangen. Der Pulsar hat vier gesonderte Kanäle, die es ermöglichen, bis zu vier Lichtquellen zu isolieren oder zu kombinieren und alle gleichzeitig auszulösen, ohne sich von der Kamera zu entfernen. Zusätzlich hat der Pulsar einen Schalter, der es ermöglicht, die Einheit von anderen Pulsargeräten zu isolieren die den selben Kanal verwenden. So können bis zu sechs verschiedene Systeme im selben Studio unabhängig voneinander arbeiten. Lange Batteriebetriebsdauer von bis zu 200 Stunden beim Dauereinsatz mit zwei AAA Batterien. Kompakt und leicht können die Geräte also direkt an den Kamerablitzschuh, am Generator oder an den Blitzgeräten befestigt werden. Spezifikationen: Größe: 8 x 5 x 7,5cm mit Antenne, Gewicht 120g, Reichweite bis zu 100m, 2x AAA-Batterien.


10. Yongnuo RF-602


Die Yongnuo´s sind relativ neu auf dem Markt. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie die günstige China-Variante und kosten auch nur 39€ pro Set. Die Auslöserate soll allerdings sehr gut sein, ebenso die Verarbeitung. Die Reichweite beträgt etwa 50m. Betrieben werden die Auslöser mit regulären AAA-Batterien - die hat jeder im Haus. Im Lieferumfang befinden sich wohl tatsächlich sogar Duracell-Batterien! Nachteil: Die Blitzsynchronzeit von 1/250s wird wohl meistens nicht erreicht. Hier findet Ihr einen guten Bericht über die Dinger. Und hier ist der Ebay-Shop der Herstellers. Ein Erfahrungsbericht aus einem Forum (in englisch).


So und nun viel Spaß bei der Kaufentscheidung!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Ich hab mir einen geleistet - einen Gorillapod



Ich bin schon mehrfach drüber gestolpert, auch schon vor längerem, war aber immer der Meinung, dass ich sowas nicht bräuchte. Vor Weihnachten habe ich dann in einem großen, großen Elektronikgeschäft wieder mal einen gesehen. Der Preis führte allerdings dazu, das ich in dem Geschäft fast lang hingeschlagen wäre! Die wollten doch 79,90 € für die SLR-Zoom-Version haben. Das hat in mir den schlafenden Geist geweckt und ich habe mir vorgenommen, im Internet einen günstigeren zu finden. Schließlich bin ich bei Amazon fündig geworden, dort gab es einen SLR-Zoom für 38 €. Als ich den dann erstmal gefunden hatte, war der Weg bis in den Warenkorb nicht mehr weit...


Gorillapods gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Farben, erstens das "Original" für kleine Kompaktkameras, zweitens die "SLR"-Version für digitale Spiegelreflexkameras und Videokameras und drittens die "SLR-Zoom"-Version, die vom Hersteller auch für die Benutzung von DSLR´s mit größeren Zoomobjektiven empfohlen wird. Viertens existiert noch eine "Focus"-Version, die noch größer und stabiler ist (bis zu 5 kg).

Das Prinzip ist klar: Es handelt sich letztlich um ein Stativ mit drei Beinen, die allerdings beweglich sind. Sie bestehen aus Kugelgelenken, die sich gegeneinander bis zu 360° bewegen lassen und dadurch die unmöglichsten Formen und Positionen ergeben können. Dadurch lässt sich das schmucke Teil beinahe Überall wie ein "Äffchen" fixieren. Gummierte Füße sorgen für einen sicheren Stand. Hier gibt es eine Galerie mit möglichen Einsatzgebieten.




Ich habe mich nun für die Zoom-Version entschieden, damit ich sie universell einsetzen kann, auch mit größeren Objektiven. Laut Hersteller soll sie mit bis zu drei Kilogramm belastbar sein ohne die Form zu verändern. Eine mitgeliefete Adapterschraube ermöglicht die Montage von standardmäßigen ¼-Zoll Kameras oder 3/8-Zoll Stativköpfen. Man kann also auch seinen Stativkopf am Gorillapod anbringen.

Meine ersten Erfahrungen sind insgesamt recht positiv. Manchmal gestaltet es sich noch etwas schwierig, das "Äffchen" hier und da zu fixieren, aber die Lernkurve ist noch steigend. Ein Problem zeigte sich jedoch bei der Anwendung: Der Gorillapod schwingt nach Berührungen relativ lange nach. Wenn man das jedoch weiß, lässt sich damit umgehen. Alles in allem sind die Gorillapods eine pfiffige Lösung und durchaus praxistauglich. Insbesondere die geringe Größe und das geringe Gewicht machen es zu einem idealen Begleiter, vor allem als Ergänzung zu einem größeren Stativ.

Hier und hier gibt es noch weitere Einsatzberichte über "Gorilla-Pods". Ein tolles Foto mit Kamera und Gorillapod außen an einem Autospiegel angebracht (etwas verrückt muss man schon sein).


Einsatz für das Blitzlicht



Zu Hause habe ich dann noch eine gute Idee gehabt: Der Gorillapod kann nicht nur als Stativ für die Kamera dienen, sondern auch für ein externes Blitzgerät! Wie bei Strobist.com erklärt wird, stehen Blitze normalerweise auf Stativen (okay, ´ganz normalerweise´sitzen sie huckepack auf der Kamera). Mit "Super Clamps" lassen sich Blitze allerdings auch an fast allen Orten befestigen, an denen ein Stativ nicht einsetzbar ist. So eine "Superklemme" habe ich jetzt auch in Form meines Gorillapods! An Weihnachten habe ich damit mein Wohnzimmer ausgeleuchtet, aber dazu später mehr!

Montag, 29. Dezember 2008

DIY - Wir basteln uns einen Snoot


So, guten Tag. Nun gehe ich auch unter die Bastler! Nach wochenlangem Lesen, Lernen und Mitfiebern beim Strobist-Blog habe ich mir nun vorgenommen, selber aktiv zu werden und mir einen Snoot zu basteln. „Was um Himmels Willen ist ein Snoot?“, wird sich der Eine oder Andere jetzt fragen.

Ein Snoot ist ein Hilfsmittel in der Blitzlichtfotografie, das zur Lichtführung dient. Man kann damit das Licht eines Blitzgerätes gezielt auf eine Stelle im Bild lenken bzw. bündeln, ohne dass das Licht im Bild zu weit gestreut wird.

Man kann Snoots z.B. gut als eine Art Spot einsetzen, um Haarlichter bei Portraitfotos zu setzen, oder eben einfach, um Personen oder Gegenstände mittels eines Lichtstrahls hervorzuheben. Hier findet ihr nähere Erläuterungen zum Thema Lichtführung (Snoots, Grids, GoBo´s).


Selbstverständlich gibt es Snoots als Aufsätze für externe Blitzgeräte zu kaufen, z.B. hier, aber das wird natürlich teurer als unsere DIY-Version.

Rezept für einen DIY-Snoot

- Dauer ca. 20-30 Minuten, je nach Euren individuellen manuellen Fähigkeiten :-)

- Kosten ca. 5 Euro (je nachdem, was man noch alles zu Hause rumliegen hat)

Man nehme:

- Schwarzes Fotopapier (alternativ sind natürlich alle Pappen, Papiere, Kartons oder schwarzes Moosgummi verwendbar. Insbesondere Spaghetti-, Chips- und Cornflakes-Verpackungen sollen auch gut geeignet sein)
- durchsichtiges oder schwarzes Klebeband
- ein Blitzgerät
- ein rotes Blatt Papier
- ein weißes Blatt Papier
- Tesa-Film, Schere, Kleber
- eine Tasse guter Kaffee


Zunächst nimmt man das Blitzgerät, biegt das Papier etwas zurecht und passt es dem Blitzkopf an. Es sollte ruhig recht eng sitzen, damit es später im Einsatz nicht herunterfällt. Man beachte auch, dass die Blitzköpfe vorne etwas schmaler sind als weiter hinten. Wenn es angepasst ist, nimmt man eine Schere, oder wie ich eine Papierschneidemaschine (ja, sowas gibt es wirklich) und schneidet das Papier in die gewünschte Größe. Hier muss man wissen: Je länger der Snoot, desto gerichteter das Licht. Ich habe mich erstmal zum Ausprobieren für 20 cm Länge entschieden.



Jetzt kommt ein zurecht geschnittenes weißes Blatt Papier auf die Innenseite des Snoots und wird mit Klebestift festgeklebt. Wer möchte, kann die Innenseite mit durchsichtigem Klebeband abdichten (s.u.), aber aufpassen: Die Klebeflächen frei lassen!


Das schwarze Papier wird im Anschluss mit einem Streifen Tesafilm zusammengeklebt, die weiße Seite natürlich nach innen. Wie es bei den guten Sachen von Canon so üblich ist, muss natürlich noch ein roter Streifen um die Vorderseite des Snoots :-) Den habe ich am Rand von einem roten Blatt Papier abgeschnitten. Sieht doch schon ganz gut aus!


Leider ist das Papier natürlich relativ weich und anfällig für Feuchtigkeit etc. Deswegen kommt nun eine Schicht durchsichtiges Klebeband um das Papier, immer leicht versetzt, damit auch wirklich alles dicht ist. Am Ende lässt man auf beiden Seiten das Klebeband überstehen, schneidet die Ecken ein und drückt es um die Kante herum, damit auch der Innenteil und die Kanten gesichert ist. Dann gibt es später keine Beschädigungen am Papier, wenn der Snoot auf das Blitzgerät aufgesetzt wird (s. Foto). Das Klebeband hält das Papier außerdem gut in seiner Form.


So sieht er aus, der fertige Snoot:



Statt eines Snoots kann man sich auch einen "Grid" basteln. Grids bündeln das Licht noch besser, aber dafür kommt es zu einer deutlicheren Lichtabschwächung. Außerdem ist das Verkleben von vielen, kleinen Strohhalmteilchen vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer es insgesamt etwas professioneller und trotzdem günstig haben möchte, kann sich mal dieses Klettbandsystem von Thomas Schwenger ansehen.


Hier ist der Snoot nochmal in Aktion, ausgelöst über einen Elinchrom Skyport. Man kann schön sehen, dass das Licht gezielt aus dem Tubus austritt und nicht so sehr gestreut wird. Noch ein Tipp: Wenn man mit einem Snoot fotografiert, sollte man die "Brennweite" am Blitz auch in den Telebereich stellen, dann geht weniger Licht verloren!


So, viel Spass beim Ausprobieren! Ich würde mich über ein positives Feedback freuen, falls jemand "meinen" Snoot nachbaut! DIY ist übrigens die englischsprachige Abkürzung für „Do It Yourself“, falls das jemand noch nicht wusste.
Related Links:
Hier wird drüber diskutiert!
Eine DIY-Seite mit 10 Tipps!
Noch eine DIY-Seite!