Dienstag, 17. Februar 2009

Buchrezension Nr. 5: "Digitale Fotopraxis: Menschen & Portrait"


Digitale Fotopraxis: Menschen & Portrait.


Inklusive Nachbearbeitung mit Photoshop (auf DVD)

Autoren: Cora und Georg Banek

Gebundene Ausgabe: 345 Seiten

Verlag: Galileo Press

Auflage: 2. aktualisierte Auflage, November 2007

Sprache: Deutsch

Preis: 39,90 €




Einleitung

In einer Buchrezension bei Amazon steht, dass es sich bei diesem Buch um ein "Muss" für Portraitfotografen handelt, die ehrgeizig Menschen fotografieren wollen. Da kann ich mich vorbehaltlos anschließen. Das Buch richtet sich in meinen Augen an Hobbyfotografen und nicht an Profis oder blutige Anfänger. Der Profi sollte wissen, was in diesem Buch geschrieben steht und für den Anfänger stehen erstmal die Grundlagen und der Umgang mit der Kamera im Vordergrund; auf diese Themen wird hier (bewusst) nicht näher eingegangen. Dafür erfährt man beim Lesen alles über Portraitfotografie: Grundlagen, Arten von Portraits, Bildaufbau, Nutzung gestalterischer Elemente, Studiofotografie, Bildbearbeitung und vieles mehr.

Die beiden Autoren C. und G. Banek sind seit Jahren im Foto- und Grafikdesigngeschäft, geben Schulungen und sind unter http://www.banek.de/ zu finden.


Inhalt

Dieses Buch handelt das Thema Portraitfotografie umfassend ab. Es gibt dutzende Tipps und Tricks zum besseren Fotografieren von Menschen. Man findet auf fast allen Seiten moderne und farbige Fotos der Autoren, die gefallen und zum Fotografieren anregen. Man bekommt einen Rundumblick, der bei der Ausrüstung beginnt, bei Technik, Bildaufbau sowie -gestaltung halt macht und zum Schluss bei der Nachbearbeitung der Fotos endet. Es wird über Bildformat, über Schnitt, Bildaufbau und Linienführung gesprochen, bis hin zu Bewegungen, Licht und Farben. Alles wird verständlich beispielhaft dargestellt und erläutert, so dass man davon ausgehen kann, dass jeder aus diesem Buch einen Profit schlagen kann.

Zu Beginn geht es gleich erstmal um die Selbsteinschätzung: Wo stehe ich, was kann ich? Es folgen weitere Gedanken zum Thema Bewertung: Wer beurteilt eigentlich meine Fotos? Sind die Kommentare von Freunden oder dem Lebenspartner wirklich immer neutral? Auch der richtige Umgang mit dem Modell kommt nicht zu kurz. Weiter geht es damit, den Leser dorthin zu bewegen, seine Fotos "bewusst" zu gestalten, Tiefe zu erzeugen, das passende Format zu wählen, Lichtführung, Unschärfe einsetzen...

Auch bei der Nachbearbeitung der Fotos wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie man das Beste aus seinen Ergebnissen herausholen kann, ohne die Bearbeitung zu übertreiben (RAW-Entwicklung, Retusche, Archivierung usw.).

Am Ende runden sechs Berichte über echte Shootings der Autoren das Buch ab. Lebensnah wird geschildert, wie die Autoren vorgegangen sind, wie man an das Modell geraten ist, welche Probleme es gab und wie improvisiert werden musste.


Inhaltsverzeichnis

Grundlagen. Vor dem ersten Portrait

Inhalt. Ein Mensch wird zum Motiv

Form. Das Bild bewusst gestalten

Technik. Das Shooting gründlich vorbereiten

Nachbearbeitung. Ein zweiter Schaffensprozess

Themen. Die Facetten des Portraits

Praxis. Sechs Konzepte für sechs Shootings.

Anhang. Was sonst noch wichtig ist.



Pluspunkte

  • schönes, stabiles Hardcover

  • gute, anregende Fotos (schwarz-weiß und farbig)

  • sinnvoller Aufbau

  • auch als Nachschlagewerk geeignet

  • umfangreiche Informationen und Hintergrundwissen

  • "praxisnah und lebensecht" (z.B. sind viele Fotos aus dem "Baustrahler"-Studio)

  • DVD mit über 60 Minuten Video-Tutorials zur Bildbearbeitung mit Photoshop inklusive

  • Preis erscheint mir angemessen

Minuspunkte

  • das Thema Fotostudio/Lichttechnik kommt mir persönlich etwas zu kurz

  • die DVD ist nur an Photoshop-Besitzer gerichtet

Zusammenfassung

Insgesamt ein absolut gelungenes Buch, das jedem Portrait-Fotografen (oder solchen, die es werden wollen) zu empfehlen ist. Praxisnah, aktuell, übersichtlich und erfrischend! Hier gibt es für Unentschlossene eine sehr umfassende Leseprobe.

Sonntag, 8. Februar 2009

Buchrezension Nr. 4: Schärfe Deinen Blick - Außergewöhnliche Portraitfotografie


Schärfe Deinen Blick

Außergewöhnliche Portraitfotografie in Kontext, Theorie und Praxis
  • Autor: Roswell Angier
  • Broschiert, 216 Seiten
  • Preis: 39,95 Euro

  • Verlag: Addison-Wesley, München

  • Auflage 1 (26. September 2008)


Einleitung

Gefunden habe ich dieses Werk zufällig bei Amazon bei einer Suche nach interessanten Büchern über Portraitfotografie, die ich mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken lassen könnte. In einer Bewertung fand ich die Aussage eines Lesers, dass dies kein gewöhnliches Buch über Portraitfotografie sei, sondern tiefer gehend und nur für den wirklich Interessierten zu empfehlen. Dank dieser Aussage hatte das Buch daraufhin mein volles Interesse geweckt.

Roswell Angier, geboren 1940, ist selber weltweit anerkannter und preisgekrönter Fotograf, Dozent und Künstler mit über 20 Jahren Erfahrung, der seine Bilder in diversen großen Ausstellungen und Sammlungen zeigt und schon andere Bücher veröffentlicht hat.

Hier geht es nicht um Einstellungen an der Kamera, Technik oder Vergleichbares, sondern um das Bild an sich, um Blicke, Augenblicke, Aufbau und Aussage eines Fotos, sowie die Wirkung in jeglicher Hinsicht auf den Betrachter.




Inhalt

Das Buch bietet ein schönes großes Format mit insgesamt 12 Kapiteln. Es werden Bilder von weltweit bekannten Fotografen wie Richard Avedon, Walker Evans, Dorothea Lange, Man Ray, Gerhard Richter, Henri Cartier-Bresson und vielen anderen gezeigt. Aber nicht nur das: Die Fotos werden betrachtet, erläutert, analysiert und es folgen wichtige Hintergründe zum Verständnis. Die Situation des Fotografen, seine Mittel, seine Ausrüstung und die gewünschte Bildaussage werden erarbeitet und dargestellt. Bei vielen Fotos, die ich zum Teil auch schon kannte, "fiel bei mir der Groschen", wie man so schön sagt. Ich bin immer noch fasziniert, welche spannenden, traurigen und vor allem hintergründigen Aussagen von einigen Bildern ausgehen.

Eine wichtige Aussage gleich zu Anfang des Bildes ist die Tatsache, dass sich in jedem Portraitfoto auch in irgendeiner Art und Weise der Fotograf darstellt, seine Präsenz zeigt sich dem Modell gegenüber, vor allem in die Art der Beziehung zwischen beiden.

Es werden viele Eigenschaften von Portraits hinterfragt, z.B. ob in einem Portrait ein Gesicht zu sehen sein muss oder ob das Hauptmotiv immer scharf sein muss. Sicherlich nicht, wird der Leser herausfinden.

Zusätzlich gibt es im gesamten Buch eine Vielzahl von "Aufgaben", die der Leser durchführen soll, um hierbei Aspekte der Portraitfotografie zu erkennen und zu erlernen. Gleich im ersten Fall soll die Arbeitsweise von Richard Avedon nachempfunden werden: Der Leser möge sich ein Modell suchen, es vor der Kamera platzieren und danach ein einstündiges Shooting machen, bei dem 36 Fotos entstehen sollen, ohne das dabei auch nur ein Wort gesprochen wird. Es läuft darauf hinaus, dass eine angenehme oder eine unbehagliche Stimmung entstehen kann - je nach Beziehung zwischen Modell und Fotograf - was sich natürlich auf die Fotos auswirkt. Klingt spannend - ich muss zugeben, dass ich es noch nicht ausprobiert habe.

Weitere Themen, die im Buch bearbeitet werden und auf die ich nicht näher eingehen kann: Streetfotografie, Fotografie von Randgruppen, Zeichen und Blicke in Fotos, Inszenierungen, Figuren in der Landschaft, Reportagefotografie, Fotografieren im Dunkeln, Blitzlicht, Konfrontation, Aus dem Fokus, Voyeurismus, Spiegel, Maskerade und vieles mehr. Ihr seht, da wird es nicht langweilig.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Blick und Blickwechsel

2. Selbstportrait/Kein Gesicht

3. Menschen an den Rand gedrängt: Der Bildrahmen

4. Momentaufnahmen: Ereignisse festhalten

5. Spähen: Voyeurismus und Überwachung

6. Portrait, Spiegel, Maskerade

7. Konfrontation: Mitten ins Ziel

8. Aus dem Fokus: Das verschwindende Subjekt

9. Dunkelheit

10. Blitz!

11. Figuren in der Landschaft: Tableau

12. Kommentare: Die digitale Person

Anhang mit Erläuterungen zu den Themen: Bedienung der Kamera, Belichtung und Belichtungsmessung sowie Blitzlicht.


Pluspunkte

Wie oben bereits erwähnt, kommt das Buch vom Äußeren her in einem schönen großen Format, die Fotos sind groß und qualitativ sehr gut und in Farbe gedruckt (soweit es sich um Farbfotos handelt). Weiterhin werden aussagekräftige Fotos gezeigt von namhaften Fotografen und kein "Schund". Es gibt gute Erläuterungen zu den Fotos und Hintergründe, die sehr interessant geschildert werden und kaum Fragen offen lassen. Die Aufgaben animieren zum Mitmachen und binden den Leser damit voll und ganz in das Buch mit ein. Praktische Tipps und Tricks fehlen aber auch nicht, sowohl während des fließenden Textes, insbesondere aber auch im Anhang. Der Preis (s.o.) geht in meinen Augen voll in Ordnung, zumal das Buch nach dem ersten Lesen auch immer wieder als Nachschlagewerk dienen kann. Viele interessante Zitate von Berühmtheiten runden das Lesen ab.



Minuspunkte

Dies Buch ist nicht so leicht zu lesen wie beispielsweise "Der entscheidende Moment" von Joe McNally. Man muss etwas mehr konzentrieren und mitdenken, somit schließe ich mich der o.g. Aussage an, dass es sich hier um ein Werk (und ich sage ganz bewusst "Werk") handelt, dass nicht jedem Hobbyfotografen zu empfehlen ist, der "nur" schöne Portraits machen und eine Blitzanlage kaufen möchte, sondern nur denjenigen, die auch an Hintergrundwissen, Zusammenhängen und ein wenig Psychologie über Fotos interessiert sind. Ansonsten finde ich keine Minuspunkte.



Zusammenfassung

Ich halte ein umfassendes, anspruchsvolles Buch in den Händen, dass die Portraitfotografie in vielen Aspekten mehr als ausreichend abhandelt. Es macht Spaß darin zu lesen, gelegentlich nachzuschlagen und die guten Fotos zu betrachten, sowie die Hintergründe und Aussagen zu erkennen. Ich verstehe vieles besser als vorher und finde, dass sich meine fotografischen Fähigkeiten in Zukunft eindeutig verbessern werden. Vor allem lernt man etwas über sich, den Umgang mit seinem Modell und zur Aussage seiner Bilder. Empfehlung: Kaufen!

Das Buch wurde übrigens mit "Silber" im Rahmen des Deutschen Fotobuchpreises geehrt.

Freitag, 30. Januar 2009

Übersicht Funkauslöser für Kompaktblitze

Hier findet Ihr eine Übersicht über die heutzutage gebräuchlichen Funkauslöser für Kompaktblitzgeräte zum entfesselten Blitzen mit den jeweiligen Links zum Hersteller, weiteren Informationen sowie diversen Links zu Erfahrungsberichten usw.




Selbstverständlich weiß ich nicht alles zu dem Thema, insbesondere besitze ich selber auch nur die Elinchrom Syports (mit denen ich übrigens sehr zufrieden bin). Wenn es Hinweise, aktuelle Links, Änderungen oder Verbesserungen gibt, die ich hier einbauen kann, so freue ich mich über jede Email bzw. jeden Kommentar.

Ich übernehme keine Garantie für Preise, Infos etc. Ich habe mir alle Informationen aus dem Internet in mühseliger Arbeit zusammen gesucht und dieser Post erhebt sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Stand: 25.05.2010













10. Yongnuo RF-602




Kostenvergleich
(jeweils 1 Sender und 1 Empfänger):

1. Pocked Wizards Plus II: ca. 500,00 €



2. Elinchrom Skyports: 149,90 €


3. Cactus Trigger: 32,95 €


4. Sambesi Funkauslöser GY880A: 59,90 €


5. Flashwaves: ca. 180-200 €


6. Radio Popper: ca. 360 €


7. Alien Bee Cybersyncs: ca. 100 €


8. ProFoto Air Sync: ca. 250€


9. Bowens Pulsar: ca. 250 €



10. Yongnuo RF-602: 39€






Wissenswertes über die Geräte:

1. Pocked Wizards Plus II


PocketWizards sind extrem zuverlässig. Sie sind der "Goldstandard" im Profibereich. Sie lösen bis zu Entfernungen von 500m Sichtlinie aus. Bei teilweise verdecktem Auslösen reicht es immer noch für ca. 100m. Kommen wegen des hohen Preises für viele Nutzer nicht in Frage. Ein Nachteil ist die Größe, an die sich man sich allerdings nach Aussagen der meisten Benutzer schnell gewöhnt. Auf strobist.com gibt es viel Infos über Pocket Wizards, unter anderem dieses Video-Tutorial. Hier ein deutscher Erfahrungsbericht. Betrieben werden sie mit AA-Batterien oder Akkus und etwa 60 Stunden Lebensdauer. Hier gibt es die Anleitung in deutsch. Spezifikationen: 4 Kanäle, Synch-Speed: 1/250 – 1/1000s, 12 Bilder/s, Gewicht: ca.130g, Befestigung mit Blitzfuß.




Achtung: 2009 wurden von der Firma Pocket Wizard neue Auslöser heraus gebracht, die TTL-fähig sind und somit ohne Sichtkontakt und z.B. mit Highspeedsynchronisation auslösen können, die "FlexTT5" und die "MiniTT1". Mehr dazu hier und hier. Die Geräte sind für Canon seit März und für Nikon seit dem 2. Quartal 2009 zu haben.




2. Elinchrom Skyports




Elinchrom Skyport sind preislich durchaus interessanter. Sie bieten eine kompakte Form und sind sehr leicht. Weiterhin sind sie sehr zuverlässig. Insbesondere im Nahbereich bis 50m lösen sie genau so zuverlässig aus wie Pocket Wizards. Die Kanäle sind über kleine Schalter gut einstellbar, die Auslösung einzelner Gruppen ist möglich. Nachteil: Die Akkus in den Empfängern können nicht selber gewechselt werden, es wird ein Einsenden zum Fachhändler notwendig. Bei den Skyports ist es so, dass man rechtzeitig vor einem Job daran denken muss die Skyports aufzuladen. Der Sender enthält eine Batterie, die man nachkaufen kann. Man benötigt als Zubehör noch einen Blitzfußadapter, der allerdings nur etwas um 15-20€ kostet. Spezifikationen: 8 Kanäle in 4 Gruppen, Synch-Speed: 1/250 – 1/500s, 30 Stunden Laufzeit des Akkus, Befestigung über Blitzfuß, bewegliche Antenne.


19.05.2010: Elinchrom bringt eine neue Version der Skyports mit einem neuen Design und neuer Elektronik heraus. Es soll eine bessere Funktion und Kompatibilität erreicht werden. Verbesserungen: Stabilere Schalter, LED-Anzeige für Akkustand, verbesserte SYNC-Zeiten, verbesserter Hot-Shoe mit Schraube.





3. Cactus Trigger




Der große Vorteil der Cactus Trigger ist der Preis. Günstiger kann man wohl seinen entfesselten Blitz heutzutage nicht auslösen. Die Reichweite und die Zuverlässigkeit bei der Auslösung lassen allerdings wohl auch zu wünschen übrig (von der Entfernung zwischen Sender und Empfänger abhängig). Die Qualität ist weit entfernt vom Standard der Kamera-Hersteller. Sind am ehesten zum Einstieg in das Thema geeignet, wenn man noch nicht so viel Geld am Anfang ausgeben möchte. Nachteil ist, dass man die Dinger entweder direkt in den USA oder aus Honkong bestellen muss (z.B. bei Ebay). Da kommen unter Umständen erhöhte Portokosten und verlängerte Lieferzeiten auf den Käufer zu. Vorsicht: Vor dem Kauf darauf achten, dass die Blitzgeräte auch kompatibel sind. Mit einer Zusatzantenne kann man übrigens die Reichweite erhöhen. Hier gibt es alles über die Cactus Trigger. Die aktuelle Version heißt übrigens "V2s", aber vorsicht: die vorherige Version hieß "V2" und funktioniert nicht mit allen Kompaktblitzen! Spezifikationen: 4 Kanäle, Synch-Speed: 1/250 – 1/600s , Gewicht 78g.

Es gibt im Internet eine ganze Reihe von "billigen" Funkauslösern, so daß diese an anderer Stelle schon mit dem Sammelbegriff "Ebay-Trigger" bezeichnet wurden. Hier wäre z.B. der Yongnuo ctr-301 zu nennen. Da es sich hierbei um ähnliche bzw. baugleiche Geräte handelt, die auch einen ähnlichen Preis haben, gehe ich an dieser Stelle nicht näher darauf ein.





4. Sambesi Funkauslöser GY880A



Diese Funkauslöser sehen in meinen Augen den Cactus Triggern verdächtig ähnlich, so dass ich darauf tippen würde, dass der Hersteller identisch ist. Auf der Homepage des Vertreibers befindet sich ein Hinweis, dass die Geräte nicht mit Canon Speedlights kompatibel sind, also ein eindeutiger Nachteil für Canon-User. Die Reichweite soll laut diverser Meinungen nicht sehr hoch sein (wohl bei ca. 10 Metern) und die Verarbeitung ist ähnlich schwach, weiterhin sollen sie störanfällig sein. Man sollte wohl lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben.







5. Flashwaves Wireless Sync Kit











Die Reichweite beträgt etwa 50-60m. Von der Verarbeitung sollen sie aus Plastik, aber ausreichend sein, so dass sie sehr klein und leicht sind. Betrieben werden sie mit zwei kleinen AAA-Batterien. Hier werden noch mehr Infos zu den Flashwaves geboten. Weiterhin findet ihr hier bzw. hier zusätzliche Informationen.






6. Radio Popper



Die Radiopopper P1 sind kleine Funkauslöser, die TTL-fähig sind, so dass alle TTL-Funktionen inklusive High-Speed-Synchronisation über Funk an den entfesselten Blitz weiter geleitet werden. Weiterhin gibt es noch die Radio Popper in der JrX-Version, die rein manuelle Blitzauslöser darstellen und nicht TTL-fähig sind. Untereinander sind die Empfänger und Sender aber kompatibel. Im Internet gibt es eine Webseite der Radiopopper, die über das System viele Informationen bietet, insbesondere diverse PDF´s, Videos und einen aktuellen Blog. In dem Blog "Pixsylated" gibt es diverse Posts zum Thema Radio Popper.









7. Alien Bee Cybersyncs


Der Preis: Günstig. Es werden hier auch wie bei anderen Geräten zwei AA-Batterien verwendet. Über Zuverlässigkeit liest man im Internet in Foren unterschiedliches, normalerweise lösen sie aber zuverlässig aus. Die Verarbeitung soll recht billig sein. Die Empfänger haben leider keinen "Aus"-Schalter. Sie gehen nach 1h ohne Nutzung alleine aus - und in der Tasche schnell wieder an wenn etwas gegen den Taster drückt, so ein Erfahrungsbericht. Hier sind viele Informationen über die Cybersyncs in einer Flickr-Diskussionsgruppe. Spezifikationen: 16 Kanäle.



8. Profoto Air Sync



Sie sind relativ neu auf dem Markt und erst seit Oktober 2008 lieferbar. Daher findet man noch nicht viele Informationen darüber. Die Reichweite beträgt laut Hersteller bis zu 300m. Sie wurden für Studioanlagen entwickelt und können diese, aber eben auch Kompaktblitze auslösen, wobei hier noch ein Synchro-Anschlußkabel benötigt wird. Die Energieversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien/Akkus. Hier ist ein PDF vom Hersteller mit allem Wichtigen. Spezifikationen: 8 Kanäle in 6 Gruppen, Betriebsdauer 500 Std. mit neuen Batterien, Synch-Speed: 1/250 – 1/1000s, Gewicht: 70g mit Batterien.



9. Bowens Pulsar Radio Trigger


Wenn man Blitze auslösen möchte, ist dieses System dafür geeignet. Jedes Pulsar Gerät ist wahlweise mit Sender oder Empfänger ausgerüstet und kann Signale bis 100m senden oder empfangen. Der Pulsar hat vier gesonderte Kanäle, die es ermöglichen, bis zu vier Lichtquellen zu isolieren oder zu kombinieren und alle gleichzeitig auszulösen, ohne sich von der Kamera zu entfernen. Zusätzlich hat der Pulsar einen Schalter, der es ermöglicht, die Einheit von anderen Pulsargeräten zu isolieren die den selben Kanal verwenden. So können bis zu sechs verschiedene Systeme im selben Studio unabhängig voneinander arbeiten. Lange Batteriebetriebsdauer von bis zu 200 Stunden beim Dauereinsatz mit zwei AAA Batterien. Kompakt und leicht können die Geräte also direkt an den Kamerablitzschuh, am Generator oder an den Blitzgeräten befestigt werden. Spezifikationen: Größe: 8 x 5 x 7,5cm mit Antenne, Gewicht 120g, Reichweite bis zu 100m, 2x AAA-Batterien.


10. Yongnuo RF-602


Die Yongnuo´s sind relativ neu auf dem Markt. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie die günstige China-Variante und kosten auch nur 39€ pro Set. Die Auslöserate soll allerdings sehr gut sein, ebenso die Verarbeitung. Die Reichweite beträgt etwa 50m. Betrieben werden die Auslöser mit regulären AAA-Batterien - die hat jeder im Haus. Im Lieferumfang befinden sich wohl tatsächlich sogar Duracell-Batterien! Nachteil: Die Blitzsynchronzeit von 1/250s wird wohl meistens nicht erreicht. Hier findet Ihr einen guten Bericht über die Dinger. Und hier ist der Ebay-Shop der Herstellers. Ein Erfahrungsbericht aus einem Forum (in englisch).


So und nun viel Spaß bei der Kaufentscheidung!

Sonntag, 4. Januar 2009

Veröffentlichung eines meiner Fotos



In der Neuauflage des Buches "Das Astro-Teleskop für Einsteiger - Kaufberatung, Technik, Himmelsbeobachtung" von Heinz-Joachim Klötzler wurde das obige Foto von mir veröffentlicht.
Das broschierte Buch ist im September 2008 im Kosmos-Verlag erschienen, hat 144 Seiten und bietet eine Beratung für Einsteiger über die am Markt vorhandenen Teleskoptypen, Tipps zur Astrofotografie sowie Grundlagen der Astronomie.
Bei dem Foto handelt es sich um eine Strichspuraufnahme des Himmelsnordpols über 30 Minuten, an der man sich schön die Erddrehung gegenwärtig machen kann. Das Foto habe ich vor ein oder zwei Jahren im Winter in der Nähe von Wolfsburg gemacht.



Bisher konnte ich schon erfolgreich diverse meiner Fotos an den Mann bringen:
  • "Das Astro-Teleskop für Einsteiger": 1 Strichspur-Foto, S. 9, 2. Auflage, Sept. 2008
  • Wolfsburger u. Braunschweiger Nachrichten: 1 Leser-Foto der Mondfinsternis vom 16.08.08
  • Wolfsburger Allgemeine und Wolfsburger Nachrichten: Fotos der Sonnenfinsternis vom 01.08.08
  • Zeitschrift "Interstellarum" (Ausgabe 59, August/September 2008): 1 Foto von NGC 7000, S. 30
  • Interstellarum-Wettbewerb "Wer fotografiert die schmalste Mondsichel?": 1 Foto der 23 Stunden alten Mondsichel, Januar 2008
  • "Foto der Woche" auf Astronomie.de: 2 Fotos der Milchstraße und des Nordamerikanebels 26.08.07
  • Spaceweather.com: 1 Foto von "Leuchtenden Nachtwolken" vom 19.07.07 "Galerie der Leuchtenden Nachtwolken 2007"
  • Interstellarum-Newsletter (Ausgabe 41) vom 15.06.07: Fotos der Saturnbedeckung vom 22.05.07
  • Interstellarum-Newsletter (Ausgabe 40) vom 21.05.07 Fotos der 24-Stunden alten Mondsichel vom 17.05.07
  • "Spaceweather.com": 1 Foto der 30 Tage alten schmalen Mondsichel und der Venus vom 18.04.07
  • Weasner´s Mighty ETX Site: 1 Foto der Andromedagalaxie, 2 Mondfotos in der "Guest Astrophotography Gallery" 08.12.2006
  • Zeitschrift "Astronomie heute" (Ausgabe 11/2006): 1 Foto von einem Monduntergang, Rubrik "Glanzlichter", S. 70
  • "Bild des Monats Januar" in "Der Himmel 2007": Mond und Plejaden, Fischer Taschenbuch Verlag, S. 52-53 August 2006
  • Zeitschrift "Astronomie heute" (Ausgabe 05/2006): 7 Fotos der partiellen Mondfinsternis vom 15.03.2006, S. 73, Rubrik "Glanzlichter"
  • Wolfsburger Allgemeine und Wolfsburger Nachrichten: Interview über die Sonnenfinsternis vom 29.03.2006
  • 4 Fotos einer Sonnenfinsternis in einer Galerie auf Astronomie.de
  • Widefield-Aufnahme des Crescent-Nebels (NGC 6888) in der Online-Galerie der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" 2007

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Buchrezension Nr. 3: "Der entscheidene Moment" von Joe McNally



"Der entscheidene Moment"
Ein Weltklasse-Fotograf packt aus

Autor: Joe McNally
1. Auflage, August 2008
244 Seiten
Softcover
Verlag: Addison-Wesley, München


Einleitung

Anfänglich habe ich mit mir gehadert, ob ich ich die knapp 40 Euro ausgeben soll, um mir dieses Werk zuzulegen. Nach Sichtung der Vorschau bei Amazon fand ich die Bilder nicht extrem berauschend und die Texte irgendwie zu kurz. Es klang eher wie eine Selbstdarstellung des Autors. Irgendetwas hat mich dann doch bewogen, zuzugreifen.

"The Moment it Clicks" lautet der Titel der originalen englischen Version. Die freie Übersetzung ins deutsche "Der entscheidene Moment" könnte eine Anspielung auf Cartier-Bressons 1952 aufgestellte Theorie der Fotografie des „entscheidenden Moments“ sein. Entweder man erwischt ihn - oder auch nicht! McNally hat jedenfalls viele entscheidende Momente festgehalten und zeigt einige davon in seinem Buch - und das sehr überzeugend!

Joe McNally ist ein international bekannter Fotograf, der seine Arbeiten schon in Sport Illustrated, Time und National Geographic veröffentlicht hat.


Inhalt

Im Vorwort bekommt man von keinem geringeren als Scott Kelby die Idee des Buches erklärt, dass "3-Säulen-Modell": Jeweils ein Foto (die erste Säule) ist in eine Doppelseite integiert mit einer kurzen Geschichte zur Entstehung (zweite Säule) und einem Tipp für den Leser (dritte Säule). Dieses Konzept funktioniert und gibt dem Buch das gewisse Etwas! Letztlich kann man sagen, dass es tatsächlich die Absicht dieses Buches ist, dem Leser Tipps für die Fotopraxis zu geben. Und viele dieser Tipps sind (zumindest für mich) sehr hilfreich!

Es geht los mit "Bringen Sie Ihre Kamera an ungewöhnlich Orte." Klingt irgendwie banal, ist aber natürlich von extremer Wichtigkeit. Wer will schon das eigene Wohnzimmer sehen? "Achten Sie auf die kleinen Motive" ist mir besonders im Gedächtnis geblieben, da hierzu ein Bild der geschundenen, wunden Füße einer Balletttänzerin gehört - nicht schön, sondern eher hässlich, aber dafür erzählt es eine Geschichte über ein Leben voller Schmerzen, Sieg und Niederlage.

Viele Geschichten im Buch drehen sich um das Licht, das Arbeitswerkzeug des Fotografen. "Man muss das Licht schmecken. Und wenn man Licht so sieht, ist es wie Erdbeeren mit Sahne" und "Wenn etwas interessant aussehen soll, darf man es nicht komplett ausleuchten" sowie "Nehmen Sie den Blitz von der Kamera", sind nur einige Tipps, auf die man beim Lesen stolpert und die in die Tiefe gehend "beleuchtet" und immer mit einem Bild nahe gebracht werden. Es sind vor allem kleine Punkte, die man zwar weiß, aber manchmal noch nicht vollständig realisiert hat; nun beim Lesen aber plötzlich versteht.

Achtung: Es handelt sich um Tipps für die Praxis, für das tägliche Fotografenleben. Man wird keine Bildbearbeitung, keine Kamerabesprechung und kein Setup finden, wie McNally seine Blitze aufgestellt hat.

In diesem Buch setzt McNally seine Erfahrungen ein, um den fotografischen Blick zu schärfen und gibt dann detaillierte Anleitungen, eigene Bildideen umzusetzen. Seine atemberaubenden Illustrationen inspirieren und lehren dabei gleichzeitig.

Inhaltsverzeichnis

Das Buch ist in vier große Kapitel aufgeteilt auf die am Ende noch mehrere kurze folgen.

- Kapitel 1: Mit Leidenschaft fotografieren
- Kapitel 2: Immer in die Kamera schauen
- Kapitel 3: Die Logik des Lichts
- Kapitel 4: Irgendetwas reflektiert immer
- Joes Licht-Tipps
- Joes Kameratasche
- Joes Blitzlichtausrüstung
- An der Bar

Pluspunkte

Mir liegt ein tolles Buch vor, mit vielen, guten Fotos und ehrlichen, interessanten Geschichten. Wie oben schon erwähnt, gibt es einen ganzen Sack voll nützlicher Tipps und Tricks für das eigene Dasein als Fotograf. Das Buch ist geprägt von McNally Leben für die Fotografie, ein Leben hinter der Kamera. Es bringt uns Lesern das Fotografieren als Faszination näher und macht einfach Spaß!


Minuspunkte

Das Kapitel "Joes Licht-Tipps" enthält viele Tipps, die jedoch alle schon in irgendeiner Form vorher im Buch aufgetaucht sind, hier wiederholt sich Einiges. Zweitens erscheint mir der Preis etwas zu hoch gegriffen, ein paar Euro weniger hätten es m. E. auch getan.

Zusammenfassung

"Seien Sie nicht so ernst". Dies könnte Joe McNallys Lebensmotto sein, wenn man sein Leben und seine Arbeiten etwas verfolgt. Er ist immer lustig, gut gelaunt und für einen Spaß oder einen außergewöhnlichen Fotoauftrag zu haben. Diese Begeisterung für die Fotografie kommt in diesem Buch ohne Wenn und Aber rüber - in den Bildern, den Texten und zwischen den Zeilen. Nach anfänglichem Zögern bin ich heilfroh, dass ich dieses Buch gekauft habe. Ich hatte eine tolle Zeit damit, habe mich erfreut daran und vieles gelernt! Meine Vorbehalte haben sich in keinster Weise bestätigt! Eine absolute Empfehlung von meiner Seite!

Man darf sich auf sein nächstes Buch freuen: "The Hot Shoe Diaries: Creative Applications of Small Flashes", dass wohl Anfang 2009 im Februar erscheinen wird.


Zum dem Artikel passende Links:
Eine weitere lesenswerte Buchrezension: Kwerfeldein
Sehenswert: Joe McNally Blog

Mondsichel bei Venus

2 sec., f/2.8, ASA 200

In den letzten Tagen konnte man eine Mond-/Planetenversammlung am abendlichen Südwesthimmel beobachten (Himmelskarte). Die schmale Mondsichel fand sich bei den Planeten Jupiter, Merkur und Venus ein. Eine ähnliche Konstellation gab es bereits Anfang Dezember schon einmal.


1/20 sec., f/4, ASA 100

Ich war gestern Aband bei Sonnenuntergang von 16:00 bis 17:00 Uhr "auf dem Feld", um ein paar Aufnahmen zu gewinnen. Leider konnte ich nur die helle Venus und die Mondsichel einfangen, aber bei -6°C und klarem Himmel konnte ich wenigstens die schönen Farben des Himmels genießen (s. Foto oben). Merkur war an meinem Standpunkt weder fotografisch, noch visuell im Dunst in Horizontnähe auszumachen.

Heute, an Silvester, war ich noch kurz mit meinem Sigma 70-200/2.8 unterwegs, da der Mond direkt neben der Venus stand. Beide Aufnahmen (ganz oben und unten) sind dabei entstanden. Leider waren schon Raketen unterwegs, die die Luft etwas rauchig machten.

2 sec., f/2.8, ASA 200

Und wer die bewegendsten Bilder aus Nachrichten und Sport aus 2008 nochmal Revue passieren lassen möchte, kann das besonders gut hier tun!
Wenn das nicht eine tolle Art ist, das Jahr zu beenden. Mit diesen Fotos wünsche ich allen meinen Lesern einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2009!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Ich hab mir einen geleistet - einen Gorillapod



Ich bin schon mehrfach drüber gestolpert, auch schon vor längerem, war aber immer der Meinung, dass ich sowas nicht bräuchte. Vor Weihnachten habe ich dann in einem großen, großen Elektronikgeschäft wieder mal einen gesehen. Der Preis führte allerdings dazu, das ich in dem Geschäft fast lang hingeschlagen wäre! Die wollten doch 79,90 € für die SLR-Zoom-Version haben. Das hat in mir den schlafenden Geist geweckt und ich habe mir vorgenommen, im Internet einen günstigeren zu finden. Schließlich bin ich bei Amazon fündig geworden, dort gab es einen SLR-Zoom für 38 €. Als ich den dann erstmal gefunden hatte, war der Weg bis in den Warenkorb nicht mehr weit...


Gorillapods gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Farben, erstens das "Original" für kleine Kompaktkameras, zweitens die "SLR"-Version für digitale Spiegelreflexkameras und Videokameras und drittens die "SLR-Zoom"-Version, die vom Hersteller auch für die Benutzung von DSLR´s mit größeren Zoomobjektiven empfohlen wird. Viertens existiert noch eine "Focus"-Version, die noch größer und stabiler ist (bis zu 5 kg).

Das Prinzip ist klar: Es handelt sich letztlich um ein Stativ mit drei Beinen, die allerdings beweglich sind. Sie bestehen aus Kugelgelenken, die sich gegeneinander bis zu 360° bewegen lassen und dadurch die unmöglichsten Formen und Positionen ergeben können. Dadurch lässt sich das schmucke Teil beinahe Überall wie ein "Äffchen" fixieren. Gummierte Füße sorgen für einen sicheren Stand. Hier gibt es eine Galerie mit möglichen Einsatzgebieten.




Ich habe mich nun für die Zoom-Version entschieden, damit ich sie universell einsetzen kann, auch mit größeren Objektiven. Laut Hersteller soll sie mit bis zu drei Kilogramm belastbar sein ohne die Form zu verändern. Eine mitgeliefete Adapterschraube ermöglicht die Montage von standardmäßigen ¼-Zoll Kameras oder 3/8-Zoll Stativköpfen. Man kann also auch seinen Stativkopf am Gorillapod anbringen.

Meine ersten Erfahrungen sind insgesamt recht positiv. Manchmal gestaltet es sich noch etwas schwierig, das "Äffchen" hier und da zu fixieren, aber die Lernkurve ist noch steigend. Ein Problem zeigte sich jedoch bei der Anwendung: Der Gorillapod schwingt nach Berührungen relativ lange nach. Wenn man das jedoch weiß, lässt sich damit umgehen. Alles in allem sind die Gorillapods eine pfiffige Lösung und durchaus praxistauglich. Insbesondere die geringe Größe und das geringe Gewicht machen es zu einem idealen Begleiter, vor allem als Ergänzung zu einem größeren Stativ.

Hier und hier gibt es noch weitere Einsatzberichte über "Gorilla-Pods". Ein tolles Foto mit Kamera und Gorillapod außen an einem Autospiegel angebracht (etwas verrückt muss man schon sein).


Einsatz für das Blitzlicht



Zu Hause habe ich dann noch eine gute Idee gehabt: Der Gorillapod kann nicht nur als Stativ für die Kamera dienen, sondern auch für ein externes Blitzgerät! Wie bei Strobist.com erklärt wird, stehen Blitze normalerweise auf Stativen (okay, ´ganz normalerweise´sitzen sie huckepack auf der Kamera). Mit "Super Clamps" lassen sich Blitze allerdings auch an fast allen Orten befestigen, an denen ein Stativ nicht einsetzbar ist. So eine "Superklemme" habe ich jetzt auch in Form meines Gorillapods! An Weihnachten habe ich damit mein Wohnzimmer ausgeleuchtet, aber dazu später mehr!

Montag, 29. Dezember 2008

DIY - Wir basteln uns einen Snoot


So, guten Tag. Nun gehe ich auch unter die Bastler! Nach wochenlangem Lesen, Lernen und Mitfiebern beim Strobist-Blog habe ich mir nun vorgenommen, selber aktiv zu werden und mir einen Snoot zu basteln. „Was um Himmels Willen ist ein Snoot?“, wird sich der Eine oder Andere jetzt fragen.

Ein Snoot ist ein Hilfsmittel in der Blitzlichtfotografie, das zur Lichtführung dient. Man kann damit das Licht eines Blitzgerätes gezielt auf eine Stelle im Bild lenken bzw. bündeln, ohne dass das Licht im Bild zu weit gestreut wird.

Man kann Snoots z.B. gut als eine Art Spot einsetzen, um Haarlichter bei Portraitfotos zu setzen, oder eben einfach, um Personen oder Gegenstände mittels eines Lichtstrahls hervorzuheben. Hier findet ihr nähere Erläuterungen zum Thema Lichtführung (Snoots, Grids, GoBo´s).


Selbstverständlich gibt es Snoots als Aufsätze für externe Blitzgeräte zu kaufen, z.B. hier, aber das wird natürlich teurer als unsere DIY-Version.

Rezept für einen DIY-Snoot

- Dauer ca. 20-30 Minuten, je nach Euren individuellen manuellen Fähigkeiten :-)

- Kosten ca. 5 Euro (je nachdem, was man noch alles zu Hause rumliegen hat)

Man nehme:

- Schwarzes Fotopapier (alternativ sind natürlich alle Pappen, Papiere, Kartons oder schwarzes Moosgummi verwendbar. Insbesondere Spaghetti-, Chips- und Cornflakes-Verpackungen sollen auch gut geeignet sein)
- durchsichtiges oder schwarzes Klebeband
- ein Blitzgerät
- ein rotes Blatt Papier
- ein weißes Blatt Papier
- Tesa-Film, Schere, Kleber
- eine Tasse guter Kaffee


Zunächst nimmt man das Blitzgerät, biegt das Papier etwas zurecht und passt es dem Blitzkopf an. Es sollte ruhig recht eng sitzen, damit es später im Einsatz nicht herunterfällt. Man beachte auch, dass die Blitzköpfe vorne etwas schmaler sind als weiter hinten. Wenn es angepasst ist, nimmt man eine Schere, oder wie ich eine Papierschneidemaschine (ja, sowas gibt es wirklich) und schneidet das Papier in die gewünschte Größe. Hier muss man wissen: Je länger der Snoot, desto gerichteter das Licht. Ich habe mich erstmal zum Ausprobieren für 20 cm Länge entschieden.



Jetzt kommt ein zurecht geschnittenes weißes Blatt Papier auf die Innenseite des Snoots und wird mit Klebestift festgeklebt. Wer möchte, kann die Innenseite mit durchsichtigem Klebeband abdichten (s.u.), aber aufpassen: Die Klebeflächen frei lassen!


Das schwarze Papier wird im Anschluss mit einem Streifen Tesafilm zusammengeklebt, die weiße Seite natürlich nach innen. Wie es bei den guten Sachen von Canon so üblich ist, muss natürlich noch ein roter Streifen um die Vorderseite des Snoots :-) Den habe ich am Rand von einem roten Blatt Papier abgeschnitten. Sieht doch schon ganz gut aus!


Leider ist das Papier natürlich relativ weich und anfällig für Feuchtigkeit etc. Deswegen kommt nun eine Schicht durchsichtiges Klebeband um das Papier, immer leicht versetzt, damit auch wirklich alles dicht ist. Am Ende lässt man auf beiden Seiten das Klebeband überstehen, schneidet die Ecken ein und drückt es um die Kante herum, damit auch der Innenteil und die Kanten gesichert ist. Dann gibt es später keine Beschädigungen am Papier, wenn der Snoot auf das Blitzgerät aufgesetzt wird (s. Foto). Das Klebeband hält das Papier außerdem gut in seiner Form.


So sieht er aus, der fertige Snoot:



Statt eines Snoots kann man sich auch einen "Grid" basteln. Grids bündeln das Licht noch besser, aber dafür kommt es zu einer deutlicheren Lichtabschwächung. Außerdem ist das Verkleben von vielen, kleinen Strohhalmteilchen vielleicht nicht jedermanns Sache. Wer es insgesamt etwas professioneller und trotzdem günstig haben möchte, kann sich mal dieses Klettbandsystem von Thomas Schwenger ansehen.


Hier ist der Snoot nochmal in Aktion, ausgelöst über einen Elinchrom Skyport. Man kann schön sehen, dass das Licht gezielt aus dem Tubus austritt und nicht so sehr gestreut wird. Noch ein Tipp: Wenn man mit einem Snoot fotografiert, sollte man die "Brennweite" am Blitz auch in den Telebereich stellen, dann geht weniger Licht verloren!


So, viel Spass beim Ausprobieren! Ich würde mich über ein positives Feedback freuen, falls jemand "meinen" Snoot nachbaut! DIY ist übrigens die englischsprachige Abkürzung für „Do It Yourself“, falls das jemand noch nicht wusste.
Related Links:
Hier wird drüber diskutiert!
Eine DIY-Seite mit 10 Tipps!
Noch eine DIY-Seite!

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Buchrezension Nr. 2: "Digitale People- und Portraitfotografie"


Digitale People- und Portraitfotografie


Autor: Friedrun Reinhold
1. Auflage 2007
Verlag: Mitp, Edition ProfiFoto
Hardcover, 304 Seiten
Preis: 39,95 Euro

Einleitung
Das Buch "Digitale People- und Portraitfotografie" von Friedrun Reinhold, einem vielfach ausgezeichneten Fotografen, ist mir im Internet bei einer Buchsuche zum Suchbegriff "Portrait" auf dem Monitor erschienen. Die äußere Aufmachung war sehr ansprechend, das Inhaltsverzeichnis auch (Technik für das Studio, professionelle Beispielbilder, Einblick ins Business), und so bestellte ich es mir.



Inhalt
Der Aufbau des Buches ist zwei Teile gegliedert: Teil A bietet viele Informationen über das Portraitfoto-Business und Teil B zeigt, in neun Kapitel gegliedert, viele farbige Fotos des Autors mit Tipps, Tricks und Informationen zur Aufnahme.

Anfangs werdet ihr vom Autor gefragt, warum ihr eigentlich fotografieren wollt, was dazu führt, dass ihr über euer bisheriges und in der Zukunft geplantes Tun und Wirken einmal nachdenkt. Es folgt eine typische Woche im Leben eines Fotografen, die Einblicke aufzeigt, wie anstrengend der Beruf sein kann.

Im "Business"-Kapitel werden wichtige Fragen erörtert: Der richtige Standort des eigenen Studios, Urheberrecht, allgemeine Geschäftsbedingungen, Angebotspalette, Pass- und Bewerbungsfotos,

aber auch die Preisstruktur für ein Studio anhand von Beispielen.

Durch den zweiten Buchteil kann man schön hindurch blättern und sich Ideen holen. Eine Feststellung kommt immer wieder zwischen den Zeilen hindurch: Machen Sie mit Ihren Fotos das Besondere, erzählen Sie eine Geschichte und zeigen Sie mit den Bildern Lebendigkeit und Freude!


Inhaltsverzeichnis

Teil A: Alles rund um das Portraitfoto-Business


  • Kapitel 1: Was ist ein digitales Portrait?

  • Kapitel 2: Aufnahmetechnik

  • Kapitel 3: Lichttechnik

  • Kapitel 4: Printtechnik

  • Kapitel 5: Die Computertechnik

  • Kapitel 6: Das Business

  • Kapitel 7: Hochzeitsfotografie

  • Kapitel 8: Marketing

  • Kapitel 9: Selbstmanagement

Teil B: Fotos und ihre Technik


  • Kapitel 10: Kinder und Familien

  • Kapitel 11: Beautyportraits

  • Kapitel 12: Akt und Erotik

  • Kapitel 13: Männerportraits

  • Kapitel 14: Doppelportraits

  • Kapitel 15: On Location

  • Kapitel 16: Ein Tag am Strand

  • Kapitel 17: Businessportraits

  • Kapitel 18: Künstlerportraits

  • Kapitel 19: Menschen aus der Stadt

Anhang



Pluspunkte
Das Buch als Hardcover macht optisch Einiges her, ist stabil. Das schöne Äußere, der Titel und das interessante Inhaltsverzeichnis regen Euch, die Ihr Interesse an der Portraitfotografie habt, zum Kaufen an.

Ihr erhaltet beim Lesen viele kleine und größere, mehr oder weniger nützliche Tipps und Tricks, sowie weiterführende Informationen über das Portraitbusiness und das "Drumherum" dieses Jobs. Viele Informationen sind mit Fotos ausgeschmückt, die Beispiele zeigen und Ideen vermitteln.

Eine weitere Besonderheit, die nicht unerwähnt bleiben soll, ist der Humor des Autors, mit dem er Euch als Leser in seinen Bann zieht und das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen wird. Die Kapitel lassen sich deswegen schön entspannt genießen.

Insbesondere beim Business-Teil bekommt man viele Informationen, beispielsweise im Bereich Marketing: Wie kann ich Werbung für mein Studio machen? Welche Sonderaktionen sind machbar? Wie gehe ich mit Kunden um? Welche rechtlichen Punkte muss ich beachten?

Abgerundet werden die Kapitel mit einigen Zitaten zur Fotografie.

Im Anhang findet ihr noch einige Schmankerl, wie Modelagenturen, Beispielverträge, sehenswerte Websites, Fotofestivals und Messen.


Minuspunkte
Einige Themen kommen meiner Meinung nach zu kurz. In den Kapiteln "Aufnahme-", "Licht-" und "Printtechnik" stellt der Autor etwas dürftig seine Kamerasysteme und Blitzanlagen vor. Dies kommt mir fast ein wenig wie Werbung vor. Es fehlen m. E. kreative Hinweise und Tipps, welche Fallstricke ich beachten muss und wie ich am kreativsten arbeiten kann.

Insgesamt fehlt es mir persönlich etwas am Inhaltlichen. Die Fotos im Buch sind qualitativ sehr gut, aber das zu vermittelnde Wissen ist in meinen Augen etwas dürftig. Ob dieses Buch geeignet ist für den Berufs-Portraitfotografen, möchte ich hiermit kritisch hinterfragen, genauso, ob es für den angehenden Berufsfotografen, der die Eröffnung eines Studios plant, ausreichend ist.


Zusammenfassung
Insgesamt hat sich die Investition in dieses Buch für mich gelohnt. Ich habe einige Einblicke in das Leben eines Berufs-Portraitfotografen gewinnen können und für mich einige Ideen aus dem Text und den Bildern herausgezogen. Ich hätte mir allerdings tiefer gehende Informationen gewünscht und mehr Vorschläge für die Praxis.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Kreativ geblitzt!


Am 29.11. wurde mein Sohn ein Jahr alt (links im Bild) und wie es sich gehört, wurde der erste Geburtstag mit Freunden und Familie gefeiert. Kinder, wie die Zeit vergeht! Als Geschenk gab es ein "Bällebad", ein kleines mit Stoff bezogenes Gestell, in das man viele kleine bunte Bälle wirft, mit denen die Kinder dann spielen. Ihr kennt das bestimmt aus Möbelgeschäften.
Um im Bild zu verdeutlichen, wie viel Spass die Kinder in diesem Bällebad hatten und wie actionreich sie herum tobten, habe ich beim Fotografieren eine spezielle Blitztechnik angewandt:
Ich habe die Belichtungszeit auf 1 Sekunde gestellt, also relativ lang. Dann habe ich den Auslöser betätigt, einen Sekundenbruchteil gewartet und im Anschluss - noch während der Sekunde Belichtungszeit - die Kamera um etwa 90° gedreht, um die Verwischungen am Rand zu erreichen.
Man würde nun erwarten, dass das Bild unscharf wird. Da ich aber das aufgesetzte Blitzgerät benutzt habe, erreiche ich, dass der Blitz das Motiv (d.h. die beiden Jungs) einfriert. Danach, wenn ich die Kamera drehe, nimmt der Chip das Umgebungslicht auf und man sieht hinterher die schönen Farbstreifen, die Bewegung symbolisieren sollen! Ist nicht jedermanns Sache, aber man bekommt schöne und bunte Effekte!